Grubengas

Allgemeines

Als Grubengas wird das Gas bezeichnet, das beim Inkohlungsprozess entstanden ist und als Folge des Abbaus der Steinkohle sowie im Zuge von mikrobiellen Prozessen freigesetzt wurde und wird. Hauptbestandteil des Grubengases ist Methan (CH4).

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Bildung des Grubengases

Vor etwa 300 Millionen Jahren waren große Teile Nordwesteuropas mit einem Meeresbecken überdeckt. Das flache Meer verlandete und es bildeten sich Moorlandschaften. In dem feucht-warmen Klima gerieten abgestorbene organische Pflanzenmaterialien unter die Wasseroberfläche. Unter Luftabschluss folgte die Vertorfung. Auf dieser Schicht setzten sich wieder Sedimente ab. Dieser Prozess wiederholte sich mehrfach und führte zu der Flözstruktur. Durch den Druck der abgelagerten Sedimentschicht und die mit der Tiefe zunehmende Temperatur setzte die Bildung von Kohle, die Inkohlung ein. Kohlenstoff und der im organischen Material enthaltene Wasserstoff bildeten Methan. Je nach der Gasdurchlässigkeit der Deckschichten verblieb das Methan als Flözgas in der Kohle. Heute wird in vielen (ehemaligen) Kohlebergbaugebieten weiter Methan gebildet. Das geschieht jedoch nicht geochemisch durch die Inkohlung, sondern biochemisch durch Mikroben. Das passiert etwa tief unter dem Ruhrgebiet und unter dem Münsterland.

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Freisetzung von Grubengas durch Bergbauaktivitäten

Das Grubengas ist das Flözgas, das durch das Verritzen der Kohle beim Bergbau freigesetzt wird. Die Zusammensetzung kann sich gegebenenfalls durch zuströmende Luft verändern. Der Kohleabbau führt zu einer Auflockerung und Druckreduzierung der Flöze mit der Folge, dass das Methan in die bewetterten Strecken von Bergwerken hineindiffundiert und die WEtter sich mit Methan anreichern.

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