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Nord Stream 2 als „ernstzunehmender Stolperstein“ für die EU-US-Beziehungen
Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, Peter Beyer (CDU), hat am Mittwoch das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 in Frage gestellt. Er forderte einen Baustopp, um so die transatlantischen Beziehungen zu verbessern.

Quelle: EURACTIV

Das Projekt sei ein „ernstzunehmender Stolperstein für den Neustart der transatlantischen Beziehungen“, sagte Beyer gegenüber EURACTIVs Medienpartner Wirtschaftswoche. „Die Amerikaner erwarten von uns, dass auch wir nicht nur unsere Rhetorik ändern, sondern Taten sprechen lassen. Ich plädiere deshalb für ein Baumoratorium von Nord Stream 2,“ so Beyer weiter.

Das ausgegebene Ziel einer stärkeren europäischen Autonomie und Souveränität dürfe nicht „als Festung Europa missverstanden oder dahingehend umgedeutet werden“, warnte der CDU-Politiker. Es gelte der Grundsatz: „Starkes Europa – ja. Abschottung von den USA – nein.“

Die Nord Stream 2-Pipeline ist zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt. Es müssen nur noch weniger als 150 Kilometer Rohre in deutschen und dänischen Gewässern verlegt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Februar frühere Statements wiederholt und bekräftigt, dass ihre Regierung an der Unterstützung für die Pipeline „bis auf Weiteres“ festhalte. Zuvor hatten sich die Beziehungen zwischen der EU und Russland wegen des Falls Nawalny und der Ausweisung europäischer Diplomaten weiter verschlechtert.

Der deutsche EU-Parlamentarier Udo Bullmann (SPD) hatte Mitte März seinerseits gegenüber EURACTIV betont, dass Nord Stream 2 eine „europäische Perspektive“ brauche, damit die „Fehler“ der Vergangenheit korrigiert werden könnten. Er erläuterte außerdem die außen- und umweltpolitischen Hintergründe für die „Berliner Logik“ bezüglich der umstrittenen Pipeline.

Die jüngsten Kommentare Beyers kommen derweil zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch die amerikanisch-russischen Beziehungen auf einem Tiefpunkt befinden. US-Außenminister Antony Blinken hatte am Dienstag vergangener Woche gewarnt, die Pipeline von Russland nach Deutschland laufe darüber hinaus den eigenen Interessen der EU zuwider. Zudem habe das Projekt „das Potenzial, die Interessen der Ukraine, Polens und einer Reihe anderer enger Partner oder Verbündeter zu untergraben“.

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E-Mobilität Deutscjland: Neues Förderprogramm für Ladeinfrastruktur
Deutschland: Ein neues Förderprogramm für Ladestationen an „attraktiven Zielorten des Alltags“ hat das Bundesverkehrsministerium aufgelegt.

Quelle: Energie&Management

Im Rahmen des neuen Ladeinfrastruktur-Förderprogramms können kleine und mittlere Unternehmen (KMU), kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften sowie Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes vom 12. April bis 31. Dezember 2021 Anträge zur Förderung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur einreichen.

Das Ziel des Programms ist es, den Aufbau von Ladestationen an attraktiven Zielorten des Alltags zu beschleunigen. Damit sind zum Beispiel Supermärkte, Hotels, Restaurants oder kommunale Einrichtungen wie etwa Schwimmbäder gemeint.

Die Förderung hat ein Volumen von 300 Millionen Euro, deckt bis zu 80 % der Investitionskosten und ist als schnelle Hilfe für KMU gedacht. So erhalten etwa die durch die Pandemie besonders betroffenen Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes durch das Programm die Möglichkeit, einen Ladepunkt aufzustellen und so ihre Kundenakzeptanz zu steigern. Auch kommunale Unternehmen wie Ver- und Entsorger könnten von der Förderung profitieren und dem Thema Ladeinfrastrukturaufbau mehr Relevanz verleihen.

Bei den Anträgen zählt Schnelligkeit: Die Förderung verläuft nach der Reihenfolge der eingegangenen Anträge („Windhundverfahren“). Die Anträge müssen bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen eingereicht werden.

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EU-Fachleute sehen Atomkraft als „grüne Investition“
Fachleute, die mit der Beurteilung beauftragt sind, ob die Europäische Union Atomenergie als „grüne Investition“ ansehen sollte, werden wohl zu dem Schluss kommen, dass dies tatsächlich der Fall und die Kernkraft „nachhaltig“ ist.

Quelle: EURACTIV

Dies geht aus einem geleakten Dokument hervor.

Die Europäische Kommission versucht aktuell, ihre sogenannte „Taxonomie“ fertigzustellen, in der festgelegt wird, welche wirtschaftlichen Aktivitäten in der EU als „nachhaltige Investitionen“ gekennzeichnet werden können. Die entsprechende Einschätzung basiert auf Prüfungen, ob die jeweiligen Energie-Technologien strenge Umweltkriterien erfüllen.

Die EU-Fachleute waren sich letztes Jahr uneinig darüber, ob die Kernenergie ein solches grünes Label verdient. Zwar erkannte man an, dass bei der Stromerzeugung mit Atomkraft relativ geringe CO2-Emissionen erzeugt werden. Gleichzeitig brauche es aber mehr Analysen über andere Umweltauswirkungen, insbesondere bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Die Kommission hatte ihre Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) mit einem Bericht zu diesem Thema beauftragt. Ein Entwurf des GFS-Berichts, den EURACTIV.com und andere Medien einsehen konnten und der diese Woche veröffentlicht werden soll, besagt nun tatsächlich, dass die Atomkraft ein grünes EU-Label verdient.

„Die Analysen ergaben keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass die Atomenergie die menschliche Gesundheit oder die Umwelt stärker schädigt als andere Technologien zur Stromerzeugung,“ heißt es im Berichtsentwurf. Die Lagerung von Atommüll tief unter der Erde sei „angebracht und sicher“.

Allerdings wird zu Letzterem auch eingeräumt, dass „derzeit keine langfristigen Betriebserfahrungen vorliegen“. Viele „Technologien und Lösungen“ für die Atommüll-Lagerung befänden sich noch in der „Demonstrations- und Testphase“.

Dennoch: „Bezüglich hochradioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente besteht ein breiter Konsens unter Wissenschaftlern, Technikern und Aufsichtsbehörden, dass die Endlagerung in tiefen geologischen Lagern die effektivste und sicherste machbare Lösung ist. Diese kann sicherstellen, dass in der erforderlichen Zeitspanne kein signifikanter Schaden für Mensch und Umwelt entsteht,“ so die GFS.

Weitere Einschätzungen

Zwei weitere Expertenausschüsse werden nun drei Monate lang die Ergebnisse der GFS prüfen, bevor die Kommission eine endgültige Entscheidung trifft.

„Dies ist nur ein Schritt im Prozess,“ erinnerte ein Sprecher der Kommission gegenüber EURACTIV.com. Die Taxonomie-Frage werde „streng“ angegangen; schließlich sei „die Glaubwürdigkeit dieser Bewertung von entscheidender Bedeutung“, so der Sprecher weiter.

Die EU-Länder sind beim Thema Atomkraft derweil gespalten. Im Vorfeld eines EU-Gipfels letzte Woche hatte eine Gruppe aus sieben Ländern, darunter Frankreich, Ungarn und Polen, die Kommission aufgerufen, die Kernenergie stärker zu unterstützen.

Andere Staaten, darunter insbesondere Österreich und Deutschland, sowie viele Umweltgruppen lehnen die Technologie hingegen ab und verweisen auf den gefährlichen Abfall, mögliche Unfälle sowie auch auf die inzwischen üblichen Verzögerungen und steigenden Kosten der jüngsten Projekte. „Die Atomindustrie sucht verzweifelt nach Geldern, da Atomkraft zu teuer ist und sich immer wieder neue Projekte in Rauch auflösen,“ so Silvia Pastorelli von Greenpeace.

Foratom, die Lobbygruppe der Atomindustrie, begrüßte indes den geleakten Bericht und teilte mit, dieser mache deutlich, „dass die Atomkraft weder der menschlichen Gesundheit noch der Umwelt mehr Schaden zufügt als jede andere energieerzeugende Technologie, die derzeit nach der Taxonomie als nachhaltig gilt.“

Foratom-Generaldirektor Yves Desbazeille erklärte weiter: „Jetzt, da diese Bewertung vorliegt, hoffen wir, dass die Kommission schnell einen klaren Hinweis darauf geben wird, wie und wann sie die Kernenergie in die Taxonomie einbeziehen will.“

Kritik an der GFS

Greenpeace stellte unterdessen die Unabhängigkeit des GFS-Berichts in Frage und erinnerte, bei der Forschungsstelle handele es sich um eine „strukturell Pro-Atom-ausgerichtete Kommissionsdienststelle“. Diese sei ursprünglich 1957 unter Artikel 8 des Euratom-Vertrags eingerichtet worden, um „die notwendigen Bedingungen für die rasche Errichtung und das Wachstum von Atomindustrien zu schaffen“. Und obwohl sich die GFS seitdem auch auf andere Bereiche konzentriere, mache „die Kernforschung immer noch 25 Prozent ihrer Aktivitäten aus,“ so Greenpeace.

Tatsächlich hat Euratom der GFS für den Zeitraum 2021-2025 insgesamt 532 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Europäische Kommission wies die Behauptungen jedoch zurück und betonte, dass die GFS unabhängig bleibe und seit ihrer Gründung 1957 „umfangreiches technisches Fachwissen über Kernenergie“ erworben habe. Ein Sprecher sagte gegenüber EURACTIV: „Die GFS wurde gebeten, einen gründlichen, unabhängigen, faktenbasierten Bericht über Kernenergie und -technologie zu erstellen, der zusammen mit den Stellungnahmen der beiden Expertenausschüsse einen strengen Prozess gewährleisten wird, bei dem alle relevanten Perspektiven und Fakten berücksichtigt werden.“

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Deutschland: Bundesrat fordert Energiepreisreform
Raschere und deutlichere Abschmelzung der EEG-Umlage

Quelle: EPID

Der Bundesrat hat eine Entschließung gefasst, in der er die Bundesregierung zu einer systematischen Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor auffordert. Das derzeitige Finanzierungssystem führe zu einer Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende, warnen die Länder. Die verschiedenen Energieträger würden durch Steuern, Abgaben und Umlagen unterschiedlich stark belastet. Hierdurch würden verzerrte Preissignale gesetzt und somit kosteneffiziente Treibhausgasvermeidungsoptionen nicht genutzt. Insbesondere trage die derzeitige umlagebasierte Finanzierung des EE-Ausbaus dazu bei, dass der Strompreis einen Teil seiner Lenkungs- und Anreizfunktion für effizienten Einsatz und Erzeugung von Strom verliere: Sie verteuere Strom gegenüber anderen Energieträgern und verzerre marktseitige Preissignale beim Strom. Die Länder fordern eine raschere und deutlichere Abschmelzung der EEG-Umlage. Insbesondere müsse die regenerativen Eigen- und Direktstromversorgung von der EEG-Umlage befreit werden. Eine Reform der Finanzierung der Energiewende solle mit einer grundsätzlichen Überarbeitung des Energiemarktdesigns, insbesondere der Fördersystematik, einhergehen. Ziel könne unter anderem die Etablierung einer funktionierenden und langfristig marktfinanzierten Grünstromvermarktung sein. Die Potenziale zum Lastmanagement würden derzeit bei weitem nicht ausgeschöpft, weil das aktuelle System der staatlich induzierten Preisbestandteile die falschen Anreize setze. Der Rechtsrahmen im Bereich der Netzentgelte müsse beispielsweise über eine Dynamisierung dahingehend weiterentwickelt werden, dass netz- und systemdienliches Verhalten angereizt und flexibles Nutzerverhalten belohnt werde. Hierfür solle der Bund geeignete Modelle für ein stärker lastabhängiges Netzentgeltsystem entwickeln, verlangen die Länder.

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Polens Klimapolitik mit „enttäuschendem Mangel an Ambition“
Polens langfristige Energiepolitik bis 2040 (PEP 2040) zeigt einen „enttäuschenden Mangel an Ambition“, kritisiert der Think-Tank Ember.

Quelle: EURACTIV

PEP 2040 war vergangene Woche veröffentlicht worden. Die langfristige Klimastrategie soll einen Weg für die „Dekarbonisierung“ der polnischen Wirtschaft aufzeigen.

Allerdings gab es Kritik von diversen Seiten: Neben Ember positionierten sich weitere Klima-Fachleute gegen PEP 2040 und nannten dabei drei Hauptbedenken.

Erstens könnte das EU-Klimaziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, durch Polen allein gefährdet werden, indem im Jahr 2030 immer noch 75 TWh Strom aus Kohle produziert werden soll. Dabei lautet die EU-Empfehlung für alle Mitgliedstaaten eigentlich, die Kohlestromproduktion in den kommenden neun Jahren auf etwa 55 TWh zu reduzieren.

Die zweite Beobachtung konzentriert sich auf die Ausweitung des Einsatzes von fossilem Gas. Die Nutzung soll von 14 TWh im Jahr 2019 auf 54 TWh im Jahr 2030 ansteigen. Damit würde Polen bis 2030 zum drittgrößten Gaserzeugerland der EU.

Drittens untergrabe PEP2040 „in hohem Maße“ die Rolle der erneuerbaren Energien in der nationalen Energiewende. Der Think-Tank Ember hebt diesbezüglich hervor, dass die Prognosen für den Einsatz von erneuerbaren Energien fast identisch mit vorherigen Szenarien sind, die noch von deutlich niedrigeren Preisen für CO2-Zertifikate ausgingen.

Inzwischen wird in den meisten EU-Staaten hingegen erwartet, dass eine Erhöhung der Zertifikatpreise dem Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren noch einmal einen Extra-Schub geben wird.

Embers Analystin Małgorzata Kasprzak kritisierte den Plan abschließend: „Bis 2040 will Polen an der Kohle festhalten und neue Kraftwerke für [die Stromerzeugung mit] fossilem Gas bauen. Mit PEP2040 als dem einzigen Plan riskiert Polen einen schmerzhaften und unkoordinierten Ausstieg aus der Kohle. Dies könnte die Lage der energieintensiven Industrien und langfristig auch der gesamten Wirtschaft verschlechtern.“

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Unternehmen

EnBW prüft Teilnahme an schottischer Offshore-AuktionDer baden-württembergische Energieversorger EnBW prüft die Teilnahme an einer großen Offshore-Ausschreibung in Schottland.

Quelle: MBI Infosource

Das "gucken wir uns gerade an", sagte Konzernchef Frank Mastiaux bei der Bilanzpressekonferenz. Die zweistufige Struktur der Auktion sei dabei völlig anders als etwa in England, wo das Karlsruher Unternehmen gemeinsam mit dem britischen Mineralölkonzern BP Anfang Februar ein Offshore-Entwicklungsprojekt der britischen Krone gewann. Der Prozess in Schottland sei eher "als Beauty Contest" zu bezeichnen, so Mastiaux, "wo also die gesamthafte Wahrnehmung des Bieters eine andere Rolle spielt als das rein finanzielle Angebot". Der Konzernchef schloss dabei nicht aus, auch in Zukunft wieder mit Ölmultis, die verstärkt ins Erneuerbaren-Geschäft drängen, zusammenzuarbeiten. "Das ist eine gute Sache, wenn man in einem Markt eigentlich nicht zu Hause war." Die Crown Estate Scotland hatte erst am Mittwoch die Frist für die Teilnahme bis zum 16. Juli verlängert und den Höchstpreis von 10.000 auf 100.000 britische Pfund pro Quadratkilometer erhöht. Bei "ScotWind" werden insgesamt 8.600 Quadratmeter Seefläche für den Bau von Windparks ausgeschrieben.

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Unternehmen

Großbritannien: Eon-Chef rechnet mittelfristig mit Abbau von 10.000 StellenDer Energieversorger Eon entlässt wegen seiner Umstrukturierungen in Großbritannien deutlich mehr Personal.

Quelle: MBI Infosource

"Insgesamt reden wir über Stellenabbau von einer Größenordnung von 10.000", sagte Konzernchef Johannes Teyssen anlässlich der Vorstellung der Jahreszahlen. Eon hatte bereits bekanntgegeben, im Zuge des RWE-Deals und der Innogy-Übernahme 5.000 Arbeitsplätze abzubauen. Diese Zahl werde der Konzern "nicht überschreiten" und sei beim Abbau "voll auf Plan", so Teyssen. Allerdings seien dabei 5.000 weitere Stellen, die durch die Effizienzsteigerung bei der britischen Innogy-Tochter NPower wegfallen, nicht berücksichtigt worden, so Teyssen. Im vergangenen Jahr baute der Konzern insgesamt 3.000 Stellen ab. Insgesamt arbeiteten bei Eon laut Geschäftsbericht 78.126 Personen.

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Unternehmen

Österreich: Verbund verdient 2020 mehr und erhöht DividendeDer österreichische Versorger Verbund hat das Corona-Jahr 2020 mit Gewinnzuwächsen abgeschlossen.

Quelle: MBI Infosource

Die Aktionäre sollen an der guten Ergebnisentwicklung des vergangenen Jahres mit einer höheren Dividende beteiligt werden. Wie die Verbund AG mitteilte, legte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Verglich zum Vorjahr um 9,2 Prozent auf 1,293 Milliarden Euro zu. Das Konzernergebnis stieg um 13,8 Prozent auf 631,4 Millionen Euro. Der für den 20. April terminierten Hauptversammlung soll für das Jahr 2020 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Das entspräche einer Ausschüttungsquote bezogen auf das berichtete Konzernergebnis von 41,3 Prozent. Bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis würde die Ausschüttungsquote 42,7 Prozent betragen. Für das Jahr 2019 hatten die Verbund-Aktionäre 0,69 Euro je Aktie erhalten. Der Versorger hatte für das vergangene Jahr zuletzt mit einem EBITDA zwischen rund 1,24 und 1,3 Milliarden Euro und einem Konzernergebnis zwischen rund 570 und 610 Millionen Euro geplant. Die Ausschüttungsquote sollte zwischen 40 Prozent und 50 Prozent bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis von rund 560 bis 600 Millionen Euro liegen. Im laufenden Jahr rechnet Verbund auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft mit einem EBITDA von rund 1,08 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro und einem Konzernergebnis zwischen rund 450 und 590 Millionen Euro. Die Ausschüttungsquote soll 45 bis 55 Prozent bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis betragen.

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Unternehmen

Europa: ENEREXPO – die digitale Energieschau ENEREXPO startet voraussichtlich am 1. Juli 2021

Quelle: EURODIALOG

Wegen der aktuellen Corana-Krise haben viele Messen in Europa ihre Veranstaltungen abgesagt, verschoben oder treten mit Hybrid-Präsentationen auf.

Diesem Umstand folgend hat man sich bei EURODIALOG GmbH, die bereits die Energie-Wissensplattform ENERPEDIA bereitstellt, entschlossen, eine digitale europäische Messe-Plattform zu gründen.

Die Plattform soll spätestens ab 1. Juli 2021 im Internet sichtbar sein.
Interessenten können sich bis Ende Mai 2021 als "strategische Partner" und "Lizenzpartner" melden unter
info@enerexpo.info .
https://www.enerexpo.info

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Unternehmen

RWE erhält Mehrheit an britischem Offshore-Park von EonDer Energieversorger RWE hat weitere 20 Prozent am britischen Offshore-Windpark Rampion von Eon übernommen.

Quelle: MBI Infosoorce

Der Essener Konzern hat damit nach eigenen Angaben eine Mehrheit von 50,1 Prozent an dem 400-Megawatt-Windpark, den RWE Renewables schon heute betreibt. Im Rahmen des Deals zwischen den beiden DAX-Konzernen waren 2019 bereits 30,1 Prozent an dem Park an RWE übergegangen. Die Transaktion soll noch im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. Zum Kaufpreis wurde Vertraulichkeit vereinbart. Der Park Rampion vor der Küste von Sussex im Ärmelkanal wurde bereits im April 2018 in Betrieb genommen. Die verbleibenden 49,9 Prozent halten ein von Macquarie geführtes Konsortium (25 Prozent) und der kanadische Energiekonzern Enbridge (24,9 Prozent).

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Personalien

Vattenfall: Helene Biström neue Senior Vice President der Business Area WindHelene Biström wurde zur neuen Senior Vice President und Leiterin des Geschäftsbereichs Wind bei Vattenfall sowie zum Mitglied des Executive Group Managements ernannt.

Pressemeldung Vattenfall

Helene Biström verfügt über langjährige Erfahrung und ein breites und tiefes Verständnis der Energiewirtschaft. Sie ist heute Executive Vice President Commercial bei BillerudKorsnäs. Zuvor war sie CEO von Infranord AB und Norrenergi und verfügt zudem über langjährige Erfahrung bei Vattenfall, wo sie unter anderem zwischen 2007 und 2010 Mitglied des Executive Group Management war und darin für das Wind-, Nuklear- und Engineeringgeschäft von Vattenfall verantwortlich war. Sie ist Mitglied des Verwaltungsrates von Boliden AB und war Vorsitzende des Verwaltungsrates von Sveaskog AB und Cramo sowie Mitglied der Verwaltungsräte von Statkraft AS, des Royal Institute of Technology (KTH) und von Pöyry Plc.

„Ich freue mich, Helene Biström als neue SVP der Business Area Wind begrüßen zu dürfen. Mit ihrer umfassenden Geschäftserfahrung aus den Bereichen Energie, Infrastruktur sowie Zellstoff- und Papierindustrie wird sie eine sehr wertvolle Kollegin im Executive Group Management-Team sein. Ihre operative Erfahrung in Kombination mit ihren soliden Führungsqualitäten bietet ihr und dem bereits vorhandenen, sehr kompetenten Team eine gute Grundlage, um die Business Area Wind auf die nächste Stufe zu heben“, sagt Anna Borg, Präsidentin und CEO von Vattenfall.

„Die Welt steht vor einer der größten Veränderungen, die wir je gesehen haben, und Vattenfall hat große Ambitionen, dazu beizutragen. Es ist sowohl aufregend als auch herausfordernd, gemeinsam mit allen kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Vattenfall Teil dieser Entwicklung zu sein“, sagt Helene Biström.

Helene Biström wird ihre Position spätestens zum 1. September 2021 antreten.
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Daniel Gahr bleibt an der Spitze der Mainzer StadtwerAufsichtsrat verlängert Vertrag um fünf Jahre.

Pressemeldung Mainzer Stadtwerkr

Daniel Gahr bleibt bis 2027 Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG. In seiner heutigen Sitzung verlängerte der Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens den im Februar 2022 auslaufenden Vertrag des 50-jährigen Kaufmännischen Vorstandes um weitere fünf Jahre.

Daniel Gahr hat in Mainz Geschichte, Politik und Volkswirtschaft studiert und war lange Jahre in der Verlagsbranche tätig, bevor er in die Energiebranche wechselte. 2015 wurde er Geschäftsführer der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, einer 95-prozentigen Stadtwerke-Tochter. Am 1. März 2017 wechselte er in den Vorstand der Mainzer Stadtwerke AG. Zum 1. Oktober 2017 übernahm er dann die Position als Kaufmännischer Vorstand der Mainzer Stadtwerke und Vorstandsvorsitzender. Der Vorstand der Mainzer Stadtwerke AG besteht aus zwei Personen, Technischer Vorstand ist seit 2014 Dr. Tobias Brosze.

Der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende und Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling wertete die Vertragsverlängerung als Zeichen für die sehr erfolgreiche Arbeit des Stadtwerke-Vorstandes in den vergangenen fünf Jahren. „Die Mainzer Stadtwerke AG ist ein finanziell kerngesundes Unternehmen, das in den kommenden Jahren selbstbewusst die Herausforderungen in der öffentlichen Daseinsvorsorge angehen kann, sei es beim Thema Digitalisierung oder auch beim weiteren Umbau des ÖPNV zu einem klimafreundlichen Nahverkehr.“
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Personalien

Wechsel an der Spitze des Immobiliendienstleisters istaThomas Zinnöcker übergibt an Hagen Lessing

Pressemeldung ista

ista CEO Thomas Zinnöcker (59) wird zum 01.06.2021 die Leitung des Unternehmens an Dr. Hagen Lessing (47) übergeben. Lessing ist bereits seit Oktober 2019 Deutschland-Chef und stellvertretender CEO bei ista.

„Nach mehr als fünf Jahren an der Spitze von ista ist für mich wie seit langem geplant die Zeit gekommen, den Weg für die nächste Generation freizumachen. Damit gewinne ich auch Freiraum, um meine Erfahrung und mein Wissen in verschiedenen Funktionen in Gesellschaft und Wirtschaft weiterzugeben“, sagt Thomas Zinnöcker. „Ich habe Hagen Lessing als meinen Wunschnachfolger zu ista geholt und mit ihm den Übergang vorbereitet. Ich bin sicher, dass Hagen Lessing zusammen mit dem gesamten Team von ista das Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln wird.“

Zinnöcker gelang es, langfristig orientierte Investoren zu gewinnen und die Weichen für nachhaltiges Wachstum zu stellen. Dazu leitete er die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hin zu einem kundenorientierten Lösungspartner für die Immobilienwirtschaft mit den Schwerpunkten Energieeffizienz, Sicherheit, Gesundheit und Dienstleistungen ein. Unter seiner Führung erfolgte der Ausbau der digitalen Infrastruktur von 11 Millionen auf heute mehr als 30 Millionen smarter Messgeräte, die Verbrauchsdaten automatisiert übertragen. ista betreut mehr als 13 Millionen Haushalte in 22 Ländern.

Auf dem Weg zum Tech-Unternehmen der Immobilienwirtschaft

Lessing ist promovierter Wirtschaftsingenieur. Er war insgesamt mehr als 15 Jahre für die Boston Consulting Group tätig und hat in dieser Zeit Kunden in der Energie- und Immobilienwirtschaft betreut. Als Geschäftsführer von ista Deutschland treibt er die Digitalisierung weiter voran und baute unter anderem eine 30-köpfige Spezialeinheit für digitale Vertriebswege und Services auf. Lessing intensivierte zudem die Zusammenarbeit mit den PropTechs facilioo und objego und baute das digitale Produktangebot weiter aus. „Große Immobilienunternehmen sind seit Jahren unsere Partner bei der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft“, so Lessing. „Künftig werden wir allen Kunden, auch den kleinen und mittleren Unternehmen, unsere Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse anbieten. Wir werden dazu massiv in Hardware wie Software investieren, um unser Angebot als Tech-Unternehmen der Immobilienwirtschaft auszubauen. Unser Ziel ist, unseren Kunden mit klugen Lösungen zu helfen, Immobilien smart und nachhaltig zu machen.“
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