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E-Mobilität: Bundesregierung stockt KfW-Wallbox-Förderung für private Ladeinfrastruktur auf

Mit weiteren 300 Millionen Euro unterstützt der Bund die Anschaffung und Installation privater Ladestationen für Elektroautos.

Quelle: news aktuell

Pressemeldung von HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.

In der Broschüre "Elektromobilität - Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden" finden Haus- und Grundstückseigentümer, Fachhandwerker sowie Bauplaner und Architekten wichtige Informationen, damit Ladeeinrichtungen sicher und zuverlässig angeschlossen und betrieben werden können.

Die Nachfrage nach Ladepunkten für Elektroautos an Wohngebäuden steigt weiter an. Mehr als 525.000 Anträge zur Förderung privater Ladestationen gingen bis Ende Juni 2021 bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein. Damit war die Grenze des Fördervolumens schnell erschöpft.

Mitte Juli wurden nun vom Bund erneut 300 Millionen Euro Förderung freigegeben: Unterstützt wird die Anschaffung und Installation von Wallboxen im privaten Bereich mit einer Leistung von bis zu 11kW. Pro Ladepunkt gibt es einen Zuschuss von 900 Euro.

Ist die Finanzierung geklärt, bleibt noch die Frage: Was muss beachtet werden bei der Errichtung von Ladeeinrichtungen im privaten Umfeld?

In der Broschüre "Elektromobilität - Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden" finden Haus- und Grundstückseigentümer, Fachhandwerker sowie Bauplaner und Architekten Wichtiges: von den technischen Anforderungen, dem normengerechten Anschluss von Elektroinstallationen, über die Kommunikation bzw. die Steuerung von Ladeeinrichtungen bis hin zur eichrechtkonformen Abrechnung von Ladevorgängen. Hinweise auf das aktuelle Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das neu verabschiedete GEIG sind enthalten. Speziell zur vorbereitenden Ladeinfrastruktur in Bezug auf das neue Gesetz gibt es eine weitere Broschüre "Vorbereitende Maßnahmen in Wohngebäuden“.

 

HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
Telefon: +49 (0)30 300 199-0
E-Mail: <link>presse@hea.de
Internet: <link https: www.hea.de _blank>www.hea.de

Geschäftsführer: Dr. Jan Witt
Pressekontakt: Michael Conradi

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Tschechien will Batterie-Gigafactory bauen

Die tschechische Regierung hat am Montag ein Memorandum mit dem staatlichen Energieunternehmen ČEZ über ein zukünftiges „Gigafactory“-Projekt gebilligt.

Quelle:  EURACTIV

Am neuen Standort sollen vor allem Batterien für Elektrofahrzeuge produziert werden. Umgerechnet zwei Milliarden Euro dürften dafür von staatlicher Seite investiert werden.

Laut der Nachrichten-Website Seznam Zprávy könnten möglicherweise auch Volkswagen oder das südkoreanische Unternehmen LG an dem Projekt beteiligt werden. Die tschechische Regierung hat sich bisher allerdings nicht offiziell zu möglichen Partnern geäußert.

Industrieminister Karel Havlíček betonte lediglich, durch die Gigafactory-Initiative dürften mindestens 2.300 Arbeitsplätze geschaffen werden. Für das stark von der Automobilindustrie abhängige Land seien solche Investitionen „entscheidend“ für die Zukunft.

Im Memorandum heißt es weiter, die Gigafactory sei ein „strategisches Projekt, das die Transformation sowohl der Energie- als auch der Automobilindustrie beschleunigen könnte“. Das Projekt schaffe außerdem „eine einzigartige Gelegenheit für die Transformation der strukturell benachteiligten Regionen in der Tschechischen Republik“. Damit dürften vor allem die drei klassischen Kohleregionen im Land gemeint sein.

Des Weiteren wird im Memorandum eine zukünftig verstärkte Zusammenarbeit in der Batterie-Lieferkette vorgeschlagen. Dies beinhalte auch die Kooperation beim Abbau von Lithium – dem Metall, das in Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet wird – sowie dessen Verarbeitung und Recycling.

Tschechien verfügt über das größte Lithiumvorkommen Europas und hat aus Sicht der Regierung das Potenzial, einer der kostengünstigsten Lithiumproduzenten der Welt zu werden.

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Nord-Stream-Kompromiss: Ukraine soll zum Exporteur von EE-Wasserstoff werden

150 Millionen Euro-Fonds für Erneuerbare

Quelle: EPID

Deutschland und die USA haben ihren jahrelangen Streit um Nord Stream 2 beigelegt. Der Deal, der eine Fertigstellung des Pipeline ermöglicht, sieht unter anderem vor, dass die Ukraine zu Exporteur von EE-Wasserstoff werden soll. Deutschland will die Hilfen für die Ukraine demnach massiv aufstocken. Es hat sich verpflichtet, rund 150 Millionen Euro in einen Fonds zu investieren, mit dem der EE-Ausbau in der Ukraine gefördert werden soll. Die Zahlung ist ein Zugeständnis an US-Präsident Joe Biden, dem Russlands Einflussgewinn durch Nord Stream 2 missfällt. Mit rund 70 Millionen Euro will Deutschland die Ukraine zudem über bilaterale Energieprojekte fördern, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Der genaue Zeitrahmen für die Auszahlung der zugesagten Mittel war zunächst noch unklar. Die Bundesregierung will für den Fonds zudem auf eine Steigerung der Zusagen in den kommenden Haushaltsjahren hinarbeiten. Deutschland verpflichtet sich auch, sich dafür einzusetzen, dass über den EU-Haushalt im Zeitraum 2021 bis 2027 Vorhaben im ukrainischen Energiesektor im Umfang von bis zu 1,77 Milliarden US-Dollar gefördert werden, hieß es weiter..

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EU-Emissionshandel auf Gebäude und Verkehr ausweiten? Frankreich skeptisch

Regierungsvertreter und Zivilgesellschaft in Frankreich haben „Vorbehalte“ angesichts der möglichen sozialen Folgen einer Ausweitung des CO2-Emissionshandels auf Gebäude und Verkehr geäußert.

Quelle: EURACTIV

Diesen Vorschlag hatte die EU-Kommission am Mittwoch als Teil ihres „Fit for 55“-Klimapakets offiziell vorgelegt.

Zwar unterstütze man in Frankreich den Ehrgeiz der Europäischen Kommission und wolle ebenfalls „Europa an die Spitze des Klimakampfes bringen“; es gebe aber nach wie vor Vorbehalte angesichts der sozialen Folgen einer Ausweitung des CO2-Emissionsmarktes auf den Gebäude- und Transportsektor. Eine derartige Reform sei „sozial riskant“, so das Climate Action Network. Schließlich dürften sich damit die Benzin- und Energierechnungen der Haushalte in Frankreich und Europa erhöhen – was insbesondere den Ärmsten schaden würde.

Auch Frankreichs Regierung habe „Vorbehalte hinsichtlich der Relevanz dieser Maßnahme und ihrer Auswirkungen auf Haushalte und kleine Unternehmen. Sie wird die Diskussionen fortsetzen, um sicherzustellen, dass soziale Gerechtigkeit und Solidarität weiterhin im Mittelpunkt des Klimaschutzes stehen,“ warnte auch das zuständige Ministerium für den ökologischen Wandel.

Ähnliches vernahm man aus der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament: „Während der Vorschlag, einen Klima-Sozialfonds zu schaffen, lobenswert ist, damit die Schwächsten nicht die Hauptlast des ökologischen Übergangs tragen, scheint die Europäische Kommission zu vergessen, dass es die Mittelschicht ist, die in Frankreich wie in Europa die Hauptlast eines Anstiegs der Kraftstoffpreise tragen wird,“ kommentierte die Abgeordnete Agnès Evren.

„Die Bürger zahlen, die Verursacher kassieren,“ kritisierte auch die linke La France Insoumise das sogenannte Verursacherprinzip. Dieses besagt, dass die Kosten für Verschmutzung vom Verursacher getragen werden müssen. Mit einer Ausweitung des Emissionshandelssystems (ETS) würden somit künftig auch PKW-Fahrer:innen für ihre Emissionen zur Kasse gebeten.

Dieses Prinzip war bereits 2018 Auslöser für die sogenannte Gelbwesten-Bewegung (Gilets Jaunes) in Frankreich, die gegen die Erhöhung der Steuern auf die Kraftstoffpreise protestierte. Die Bewegung ist seitdem praktisch verschwunden, doch die Reform des CO2-Marktes könnten zu einem Wiederaufflammen der Proteste führen, fürchten viele führende Politiker+innen.

„Es besteht ein echtes Risiko der politischen Mobilisierung in mehreren EU-Ländern, insbesondere in Frankreich. Es ist durchaus möglich, dass dieses Thema neun Monate vor den Präsidentschaftswahlen politisiert wird,“ meint auch Thomas Pellerin-Carlin, Direktor des Energiezentrums des Jacques Delors Instituts.

Der Europaabgeordnete Pascal Canfin hatte kürzlich in Richtung der EU-Kommission gewarnt: „Machen Sie bitte nicht den Fehler, den Kohlenstoffmarkt auf Heizung und Kraftstoff auszuweiten. Wir haben in Frankreich erlebt, was passieren kann: Ich erinnere an die Gelbwesten.“

Laut Neil Makaroff vom Climate Action Network ist die Reform derweil umso unfairer, als gleichzeitig „die Schwerindustrie bis 2035 vom Verursacherprinzip im europäischen CO2-Markt ausgenommen wird“.

Klima-Sozialfonds

Die Europäische Kommission versucht ihrerseits zu beschwichtigen und hat angekündigt, einen 70 Milliarden Euro schweren „Klima-Sozialfonds“ einzurichten. Dieser soll diejenigen finanziell unterstützen, die am stärksten von der Reform betroffen sind.

Die Fördermittel können zum Beispiel für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, die Installation von Ladestationen oder die Sanierung von Gebäuden verwendet werden.

„Die Europäische Kommission hat die soziale Frage offenbar verstanden. [Der geplante Fonds] hat eine sehr starke Symbolik. Er ist intelligenter als das, was die französische Regierung in Form ihrer CO2-Steuer 2017-2018 beschlossen hat,“ kommentierte Pellerin-Carlin.

Der Fonds soll ein Jahr vor der Anwendung der neuen ETS-Regeln, also 2025, eingerichtet werden. „Auch das ist die richtige Logik. Erst helfen wir den Menschen und dann erhöhen wir die Preise,“ fügte Pellerin-Carlin hinzu.

Aus Sicht des Europaabgeordneten Philippe Lamberts bleibt jedoch „die Größe [des Sozialfonds] begrenzt und die grundlegenden Probleme für seine Schaffung werden nicht angesprochen“. Er befürchte erneute „soziale Ungleichgewichte“ und fordere daher „spezifische, gezielte Unterstützung für sozial schwächer gestellte Bürger und Menschen in Energiearmut. Heizung und Brennstoff müssen bezahlbar bleiben.“

Zustimmung zu anderen Teilen des Pakets

Ansonsten scheinen die Vorschläge des „Fit for 55“-Pakets in Frankreich jedoch weitgehend auf Zustimmung zu stoßen.

Zwei Maßnahmen haben die Aufmerksamkeit der Regierung offenbar besonders auf sich gezogen; zunächst die CO2-Grenzabgabe: „Dieses Instrument ist essenziell wichtig, um die Effektivität unserer Politik zur Bekämpfung des Klimawandels zu gewährleisten, indem es die Verlagerung von CO2-Emissionen nach außerhalb Europas verhindert,“ teilte das Ministerium für ökologische Transformation mit.

Das Ersetzen von kostenlosen Verschmutzungszertifikaten durch die Grenzabgabe sei „extrem vorteilhaft“, meint auch Pellerin-Carlin.

Ein weiterer großer Schritt nach vorne ist aus französischer Sicht das geplante Aus für Verbrennungsmotoren im Jahr 2035  „Es ist absolut notwendig, einen technologisch offenen Ansatz beizubehalten, der leistungsstarke Plug-in-Hybridfahrzeuge nicht ausschließt, und die Automobilindustrie zu unterstützen,“ hieß es in einer weiteren Regierungsmitteilung.

Verhandlungen ab 2022

Anfang 2022 sollen im EU-Parlament die Verhandlungen über das „Fit for 55“-Paket beginnen.

Zweifelsohne wird man in Frankreich die Diskussionen über die Ausweitung des CO2-Marktes auf Kraftstoffe und Heizmittel genau im Auge behalten. Hinzu kommt: Das Land übernimmt ab kommendem Januar für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft.

Seitens der Regierung in Paris hieß es dazu: „Frankreich ist sich der Verantwortung bewusst, die ihm in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zufallen wird, und wird bestrebt sein, dieses wichtige Thema während seiner EU-Ratspräsidentschaft voranzubringen.“

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EU erwägt Kerosinsteuer

Entwürfe zum ´Fit-for-55´-Programm

Quelle: EPID

Die EU-Kommission erwägt offenbar, eine Steuer auf Flugbenzin einzuführen. Dies geht aus Entwürfen für das sogenannte "Fit for 55"-Programm vor, das sie am 14. Juli vorstellen will und in dem sie definiert, mit welchen einzelnen Schritten die EU ihre Klimaziele erreichen will.  Demnach soll in der EU eine Kerosinsteuer von 2023 an gelten und dann über zehn Jahre stufenweise erhöht werden. Wie hoch die Steuer und wie gravierend damit die finanziellen Folgen für die Branche wären, ist noch unklar.  Dahinter steckt die Idee, einen Mindeststeuersatz für Energieprodukte zu erheben. Es ist allerdings ungewiss, ob es der Kommission gelingt, die Mitgliedsstaaten von den Plänen zu überzeugen.  Neben der möglichen Kerosinsteuer beinhaltet das "Fit for 55"-Vorhaben auch Initiativen zu den nachhaltigen Treibstoffen – die EU will verbindliche Quoten einführen – und einen Emissionshandel mit deutlich schärferen Regeln.

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Unternehmen

Prognose bekräftigt: Sonderbelastungen drücken EnBW-Konzernergebnis

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat im ersten Halbjahr wegen Sonderbelastungen weniger verdient.

Quelle: MBI Infosource

Der Ausblick auf das laufende Jahr wurde jedoch bestätigt. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem bereinigten EBITDA zwischen 2,825 und 2,975 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2 bis 7 Prozent zum Vorjahr. Der temporäre Rückgang des operativen Ergebnisses werde sich im weiteren Jahresverlauf ausgleichen, hieß es. "Nach einem eher schwachen ersten Quartal konnten wir im zweiten Quartal bereits erfreulich aufholen. Wir sind zuversichtlich, unser Ergebnisziel für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen", sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer. "Ob wir aber eher am oberen Ende des Ergebniskorridors landen, oder aber möglicherweise eher am unteren, das wird die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten zeigen." In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Außenumsatz um 29,1 Prozent auf 12,655 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) wurde ein Rückgang um 14,1 Prozent auf 1,167 Milliarden Euro verzeichnet. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA fiel um 6,8 Prozent auf 1,479 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis nach Anteilen Dritter von minus 162,8 Millionen Euro nach plus 184,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, was im Wesentlichen auf außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Erzeugungspark zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurde ein Konzernüberschuss von 594,6 Millionen Euro verbucht, ein Anstieg um satte 60,5 Prozent. EnBW hatte Mitte Juli mitgeteilt, dass im ersten Halbjahr Sonderbelastungen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro anfallen. Als Gründe führte der Konzern vor allem Wertberichtigungen bei Kohlekraftwerken und Rückstellungen für Strombezugsverträge an.

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Unternehmen

Österreich: OMV fährt dank Chemiesparte Rekordergebnis ein

Mit 2,2 Mrd. Euro hat die OMV laut eigenen Angaben das höchste um Lagerhaltungseffekte bereinigte (CCS) operative Ergebnis vor Sondereffekten in einem ersten Halbjahr der Konzerngeschichte erzielt.

Quelle: energate

Das bedeutet eine Steigerung des CCS operativen Ergebnisses vor Sondereffekten um 157 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Dabei trug die Chemiesparte gut die Hälfte zu diesem Ergebnis bei, wie der Öl-, Gas- und Chemiekonzern mit Sitz in Wien auf der Bilanzpressekonferenz bekanntgab. Hauptverantwortlich für das starke Ergebnis des Bereichs "Chemicals & Materials" war ein attraktives Polyolefin-Umfeld durch eine gestiegene Nachfrage in den Sektoren Automobil und Gesundheit sowie stark erhöhte Margen und Verkaufsmengen.

Während im Bereich "Exploration & Produktion" höhere Rohöl- und Gaspreise die gestiegene Produktion und erhöhte Verkaufsmengen unterstützten litt der Bereich "Refining & Marketing" unter niedrigeren Margen infolge der höheren Rohstoffpreise und der Coronamaßnahmen. In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zeigte sich einmal mehr die Leistungsfähigkeit des integrierten Geschäftsmodells und diversifizierten Portfolios der OMV, meinte der scheidende OMV-Vorstandsvorsitzende Rainer Seele. Die Erweiterung der Wertschöpfungskette Richtung Chemie und die Übernahme der Borealis zeigten dies überdeutlich, so Seele bei seiner letzten Pressekonferenz als OMV-Chef. Mit 1. September übernimmt der EX-Borealis-Chef Alfred Stern den Posten von Seele.

Globale Wirtschaftserholung entfaltet Wirkung

Im ersten Halbjahr 2021 produzierte die OMV mit 492.000 Barrel Öläquivalent pro Tag um fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtverkaufsmengen an fossilen Produkten erhöhte sich um vier Prozent auf 458.000 Barrel pro Tag. Zeitgleich verteuerten sich aber auch die Produktionskosten um acht Prozent auf 6,8 US-Dollar pro Barrel, wie der Konzern mitteilte. Die OMV Raffinerie-Referenzmarge für Europa brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um Minus 47 Prozent auf 1,94 US-Dollar pro Barrel ein.

Auch der Raffinerie-Auslastungsgrad sowie die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa sanken um drei Prozent. Damit sank der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa auf 83 Prozent und die OMV verkaufte insgesamt 7,33 Mio. Tonnen an Kraftstoffen und Sonstigem. Mit einem Plus von 29 Prozent stiegen die Erdgas-Verkaufsmengen auf gut 103 Mrd. kWh. Die Referenzmargen von Polyethylen und Polypropylen in Europa stiegen um 104 beziehungsweise 75 Prozent und lagen damit bei 673 und 750 Euro pro Tonne. Die Verkaufsmengen von Polyolefinen erhöhten sich leicht um drei Prozent auf 2,95 Mio. Tonnen.

Ausblick: Chemiesparte weiter Wachstumstreiber

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 erwartet die OMV einen Preis der Rohölsorte Brent zwischen 65 und 70 US-Dollar pro Barrel. Der durchschnittliche realisierte Gaspreis wird oberhalb von 12 Euro pro 1.000 kWh prognostiziert. Die organischen Investitionen des Konzerns werden sich voraussichtlich auf 2,7 Mrd. Euro belaufen. Der Konzern erwartet zudem eine Gesamtproduktion von rund 480.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen am europäischen Markt werden für 2021 höher als im Vorjahr erwartet. Die OMV-Raffinerie-Referenzmarge sowie der Auslastungsgrad der Raffinerien für 2021 wird auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Für die Erdgas-Verkaufsmengen erwartet die OMV einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Referenzmargen von Polyethylen und Polypropylen erwartet der Konzern eine signifikante Steigerung im Vergleich zu 2020. Auch die Verkaufsmengen in diesen Bereichen sollen sich nach aktueller Einschätzung über dem Vorjahresniveau bewegen.

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Unternehmen

In der Lausitz: 50 Hertz nimmt Umspannwerk in Betrieb

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat in der Nähe der Ortschaft Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ein weiteres neues Umspannwerk in Betrieb genommen.

Quelle: MBI Infosource

Die Anlage wurde in einem Waldstück in der Trasse der bestehenden 380 KiloVolt-Leitung Preilack-Streumen errichtet. Sie wurde notwendig, weil in der Region immer mehr Photovoltaik- und Windkraftanlagen Strom in das Verteilnetz der Mitnetz einspeisen, der dann auf Höchstspannung transformiert und abtransportiert werden muss, heißt es in einer Pressemitteilung von 50Hertz. "Die Lausitz ist auf dem Weg in eine mehr und mehr CO2-ärmere Energie- und Industrieregion. Wir als 50Hertz wollen dazu beitragen, dass dieser Transformationsprozess gelingt und haben in Altdöbern rund 40 Millione Euro investiert, um dem gewachsenen Transportbedarf für Strom aus Erneuerbaren Energien in dieser Region gerecht zu werden", sagte Dr. Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer von 50Hertz, anlässlich der Inbetriebnahme des Umspannwerkes. Der Aus- und Neubau von Umspannwerken hat bei 50Hertz ebenso hohe Priorität wie die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Übertragungsnetze. In den kommenden fünf Jahren wird 50Hertz im gesamten Netzgebiet 19 Umspannwerke erweitern und drei neu errichten. Das Investitonsvolumen dafür beträgt rund 575 Millionen Euro. Herzstück des neuen Umspannwerkes in Altdöbern sind zwei leistungsstarke 380/110-KiloVolt-Transformatoren und fünf Schaltfelder mit Sammelschienen, über die der Strom auf die entsprechenden Leitungen verteilt wird. Für das etwa fünf Hektar große Umspannwerk musste ein Stück Fichtenwald gerodet und über eine Baustraße erschlossen werden. Im Gegenzug hat 50Hertz umfangreiche Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen. Dazu gehören Aufforstungen in den umliegenden Waldgebieten, Alleebäume entlang eines Radweges sowie Begrünungen im Schlosspark Altdöbern. Die Fläche des Umspannwerkes enthält heute Reserven, sodass bei weiter steigendem Aufkommen von Strom aus Erneuerbaren Energien zusätzliche Schaltfelder und Anlagen am gleichen Standort errichtet werden können.

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Unternehmen

EURODIALOG startet Internet-Plattform ENEREXPO – die europäische Energieschau

Anfang Juli hat die EURODIALOG GmbH mit Sitz in München die Plattform ENEREXPO ins Netz gestellt.

Pressemeldung EURODIALOG

ENEREXPO ist die erste digitale Energieschau mit Fokus auf Europa in den Sprachen deutsch und englisch.
Während Präsenzmessen ihren Vorteil aus der „persönlichen Begegnung“ ziehen, sticht ENEREXPO mit folgenden Vorteilen:

unabhängig von Ort und Zeit
geringere Kosten und Zeitaufwand für Aussteller und Besucher
schnelle Kontakte über eine multifunktionale Suchbox

Akteure im Energiebereich quer durch Europa können sich als Aussteller auf ENEREXPO präsentieren. Neben Direktzugriffen auf Aussteller über den Menüpunkt „Aussteller finden“
werden Unternehmen und Organisationen auch über den Menüpunkt „Neuigkeiten“ gefunden.

Aussteller können einen Basiseintrag oder einen Premium-Eintrag bestellen.
Jede Listung als Aussteller ist kostenpflichtig. Bestellungen werden entgegengenommen unter
Weblink: www.enerexpo.info/kontakt

Besucher der ENEREXPO haben kostenfreien und unverbindlichen Zugang zur Plattform. Eine Registrierung oder Anmeldung ist nicht erforderlich.

ENEREXPO ist ein Partnermodell. Lizenzpartner sowie strategische Partner sind willkommen.

Für Sponsoren steht ein attraktives Sponsoring-Paket bereit.

Mit ENEREXPO präsentiert EURODIALOG die zweite digitale Plattform im Energiebereich.
Anfang 2019 startete die Energie-Wissensplattform ENERPEDIA, vormals enerope.
Weblink: www.enerpedia.info
Weitere digitale Plattformen im Energiebereich befinden sich in der Evaluierungs- und Projektphase.


Pressekontakt:
EURODIALOG GmbH Rainer Wellenberg / CEO
Ismaninger Str. 59 81675 München

info@eurodialog.de
Tel.—Nr.: +49 89 41188959


Über EURODIALOG GmbH

EURODIALOG mit Sitz in München wurde im Januar 2010 gegründet.
Zweck des Unternehmens ist die Bereitstellung von Informationsdienstleistungen im Bereich Energie - vornehmlich im Internet. Der Fokus liegt auf Europa. Aktuell präsentiert EURODIALOG die Internet-Plattformen ENERPEDIA und ENEREXPO.

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Unternehmen

F&E: RWE koppelt Batteriespeicher mit Laufwasserkraftwerk

Der Energiekonzern RWE will Batteriespeicher und Laufwasserkraftwerke virtuell so verknüpfen, dass die Anlagen mehr Flexibilitäten zur Verfügung stellen können.

Quelle: Energie & Management

An den Kraftwerksstandorten in Lingen (Niedersachsen) und Werne (Nordrhein-Westfalen) soll bis Ende 2022 ein Batteriesystem mit einer Gesamtleistung von insgesamt 117 MW entstehen, teilte RWE mit. Die Batterien werden hierbei virtuell mit den RWE-Laufwasserkraftwerken entlang der Mosel gekoppelt.

Durch das Hoch- und Herunterregeln der Durchflussmenge an diesen Anlagen könne der Energieversorger so zusätzliche Leistung als Regelenergie bereitstellen. Durch die Kopplung lässt sich laut RWE die Gesamtleistung der Batterien um gut 15 % steigern. Das Investitionsvolumen für das Vorhaben beträgt rund 50 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme wird für Ende 2022 angestrebt.

Das geplante System umfasst 420 Lithium-Ionen-Batterie-Racks, eingehaust in 47 Überseecontainern, die sich auf zwei RWE-Kraftwerksstandorte verteilen. Die Anlage am Gersteinwerk in Werne wird über eine Leistung von 72 MW verfügen, die am Standort Emsland in Lingen kommt auf 45 MW.

"Batteriespeicher sind unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende. Sie helfen dabei, die Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die mit dem wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien zunehmen", erklärte Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation.

"Der Kraftwerksstandort Lingen ist ein Musterbeispiel für die Energiewende. Es ist beeindruckend, wie schnell hier die Transformation von einer herkömmlichem Stromproduktion hin zu einer modernen, klimafreundlichen Energiewelt vorangetrieben wird", teilte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) dazu mit.

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Personalien

Egon Leo Westphal ab 1. Juli neuer Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG

Zum 1. Juli 2021 tritt Dr. Egon Leo Westphal das Amt als neuer Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG an. Mit Egon Leo Westphal bilden Melanie Wiese und Andreas Ladda den Vorstand des Energieunternehmens.

Pressemeldung Bayernwerk

Zum 1. Juli 2021 tritt Dr. Egon Leo Westphal das Amt als Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG an. Egon Leo Westphal folgt auf Reimund Gotzel, der sein Mandat beim Bayernwerk zum 30. Juni 2021 niedergelegt hat.

Seit 2011 ist Egon Leo Westphal im Vorstand des Bayernwerks. Er verantwortet seitdem das Technikressort, das er in Personalunion weiter führen wird. „Als bayerisches Energieunternehmen tragen wir maßgeblich dazu bei, eine klimaneutrale Energiezukunft zu gestalten. Der Schlüssel zum Energiesystem von morgen sind die Energienetze. Sie sind das Rückgrat der Energiewende, von Mobilität über die Einspeisung Erneuerbarer Energie bis hin zur sicheren Versorgung der Menschen und der Wirtschaft. Ich freue mich sehr, mit dem Bayernwerk dafür weiter Verantwortung zu übernehmen und unser Leben mit Energie immer nachhaltiger zu machen“, erklärt Egon Leo Westphal.

Der 56-jährige Westphal ist 1996 bei der Preussen Elektra in den E.ON Konzern eingetreten und war seitdem in unterschiedlichen Managementfunktionen im In- und Ausland tätig. Gemeinsam mit Melanie Wiese (Finanzen) und Andreas Ladda (Personal, Organisation und Vertrieb) bildet Egon Leo Westphal den Vorstand der Bayernwerk AG. Melanie Wiese ist seit 1. Mai 2021 Finanzvorständin des Unternehmens. Andreas Ladda ist seit 2011 Personalvorstand und übernimmt zum 1. Juli 2021 zusätzlich das Vertriebsressort.

Mitte 2022: OMV-Chef Seele gibt Amt des Vorstandsvorsitzenden auf

Der Ölkonzern OMV muss sich auf die Suche nach einem neuen Vorstandschef machen

Quelle: MBI Infosource

Wie das österreichische Unternehmen mitteilte, wird CEO Rainer Seele die Verlängerungsoption seiner Bestellung um ein weiteres Jahr nicht in Anspruch nehmen. Seine aktuelle Funktionsperiode ende damit automatisch am 30. Juni 2022. Seele ist seit dem 1. Juli 2015 Vorstandsvorsitzender der OMV AG.

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Personalien

Dirk Schulte wird Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der enercity AG

Schulte tritt seine neue Position zum 1. Januar 2022 an.

Pressemeldung enercity

Der Aufsichtsrat der enercity AG beruft Dirk Schulte in den Vorstand und zum Arbeitsdirektor der Gesellschaft. Der 56-Jährige kommt von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), wo er seit Februar 2015 Vorstand für Personal und Soziales ist. Bei der BVG, dem größten kommunalen Verkehrsunternehmen Deutschlands mit mehr als 15.500 Mitarbeiter*innen, leitete er in den vergangenen Jahren engagiert und erfolgreich den Vorstandsbereich Personal und Soziales.

Axel von der Ohe: „Wünsche Dirk Schulte für seine Aufgaben alles Gute“

„enercity ist mitten in einer entscheidenden Phase der Transformation, die das Unternehmen nachhaltig verändern wird. Dirk Schulte wird als Arbeitsdirektor insbesondere den Wandel der Arbeitswelt in den Fokus nehmen, um hier maßgebliche Impulse zu geben“, sagt Dr. Axel von der Ohe, Aufsichtsratsvorsitzender der enercity AG. „Im Namen des Aufsichtsrates der enercity AG wünsche ich ihm für die vor ihm liegenden Aufgaben alles Gute.“

„Wir haben eine Persönlichkeit gesucht, die gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft bei enercity gestalten möchte. Sie soll mit Leidenschaft und Charisma in den Vorstand, das Management und die Belegschaft wirken − für eine erfolgreiche Energiewende und eine zukunftsgerichtete Gestaltung der Arbeitswelt. Mit Dirk Schulte haben wir diese Persönlichkeit gefunden“, so der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Martin Bühre, der vom enercity-Aufsichtsrat mit der Leitung der Findungskommission für die Suche nach einer neuen Arbeitsdirektorin beziehungsweise einem neuen Arbeitsdirektor beauftragt worden war.

Umfangreiche und vielseitige Branchenerfahrung

Vor seiner Berufung in den Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) war Schulte seit 2009 in verschiedenen leitenden Positionen bei der Salzgitter AG, zuletzt als Vorstand Personal der Salzgitter Stahl GmbH sowie Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor bei den Stahlgesellschaften Salzgitter Flachstahl, Ilsenburger Grobblech und Peiner Träger, tätig. Er ist ausgebildeter Anlagenelektroniker und studierter Volkswirt und begann seine Karriere 1996 als Projektmanager bei der West/LB, arbeitete dann bei der Deutschen Telekom und beim Personaldienstleister Vivento.

Der neue Vorstand der enercity AG besteht in der Konstellation ab dem 1. Januar 2022 aus der Vorstandsvorsitzenden Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsmitglied Prof. Dr. Marc Hansmann sowie Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Dirk Schulte.

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Personalien

Peter als BEE-Präsidentin bestätigt

Vorstand aus Vertretern der einzelnen Sparten.

Quelle: EPID

Der BEE hat einen neuen Vorstand gewählt. Die amtierende BEE-Präsidentin Simone Peter wurde für eine weitere Amtszeit einstimmig bestätigt. Peter ist seit 2018 Präsidentin des EE-Dachverbands.  Dem neuen BEE-Vorstand gehören unter anderem außerdem folgende Personen an: Die BEE-Vizepräsidenten Hermann Albers für die Windbranche, Horst Seide für die Bioenergiebranche, Helmut Jäger und Carsten Körnig für die PV-Branche, Hans-Peter Lag für die Wasserkraftwerke, Karl-Heiz Stawiarski für die Branche der Geothermie und Umweltwärme/Wärmepumpen sowie verschiedene Personen für den Unternehmensbeirat, die Landesverbände und Landesvertretungen und für Europa Rainer Hinrichs-Rahlwes.

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