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EU gibt grünes Licht für deutsche Stilllegungsprämien für Steinkohlekraftwerke
Im Rahmen des Kohleausstiegs hatte Berlin beschlossen, finanzielle Anreize für frühzeitige Stilllegungen von Steinkohlekraftwerken zu schaffen.

Quelle: EURACTIV

Nun hat die EU-Kommission grünes Licht für die Stilllegungsprämien für Steinkohlekraftwerke gegeben.

Die Maßnahme „dürfte Deutschland eine größtmögliche Emissionsminderung zu geringsten Kosten ermöglichen und gleichzeitig eine Schließung der Kraftwerke verhindern, die für die Netzstabilität benötigt werden“, erklärte die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Potenzielle Wettbewerbsverzerrungen durch die Zahlungen bleiben demnach „auf das erforderliche Minimum beschränkt“.

Vorgesehen ist ein Ausschreibungsverfahren für Kompensationen, deren Höhe mit den Jahren absinkt. Wenn sich bis Ende 2026 zu wenige Betreiber auf die Ausschreibungen bewerben, werden Steinkohlekraftwerke ordnungsrechtlich stillgelegt.

Umweltschützer sind empört

Umweltschützer hatten die Maßnahme scharf kritisiert. „Die Betreiber von Kohlekraftwerken mit hohen Summen aus Steuergeldern zu entschädigen“ sei aus ihrer Sicht unerlaubte Beihilfe, erklärte etwa Greenpeace. Nach Auffassung der Kommission, die die Pläne der Bundesregierung genehmigen muss, stehen diese jedoch „mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang“.

Greenpeace hatte sich besonders auch darüber beschwert, dass die staatlichen Gelder den fossilen Energieproduzenten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ökostrom-Anbietern böten. Die Kommission erklärte nun, nicht abschließend geprüft zu haben, „ob die Maßnahme den betroffenen Betreibern einen Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern verschafft“. Sie gehe aber davon aus, dass „der Beitrag der Maßnahme zu den EU-Umwelt- und Klimaschutzzielen eindeutig schwerer wiegt als etwaige beihilfebedingte Verfälschungen von Wettbewerb und Handel“.

Erste Stilllegungen in diesem Jahr

Die Bundesregierung begrüßte die Entscheidung. Es werde nun wie vorgesehen „die ersten Stillegungen in diesem Jahr geben“, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Geplante Entschädigungszahlungen für die Betreiber von Braunkohlekraftwerken betreffe der aktuelle Beschluss noch nicht, betonte die Kommission. Sie stehe in dieser Angelegenheit mit den deutschen Behörden in Kontakt und werde voraussichtlich bald ein weiteres Prüfverfahren einleiten.

„Das ist kein ungewöhnliches Verfahren“, sagte die deutsche Ministeriumssprecherin. „Es handelt sich hier ja doch um eine hohe Summe, deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass hier nochmal vertieft geprüft wird.“

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EU-Kommission: Aus Atomkraft produzierter Wasserstoff ist „CO2-arm“

Die Europäische Kommission wird aus Atomkraft erzeugten Wasserstoff als „CO2-arm“ betrachten, erklärte eine hochrangige EU-Beamtin am vergangenen Montag (16. November) vor dem Europäischen Parlament.

Quelle: EURACTIV

„Die Elektrolyse kann mit erneuerbarer Elektrizität durchgeführt werden. Dann wird der Wasserstoff als erneuerbar eingestuft,“ so Paula Abreu Marques, Leiterin des Referats für erneuerbare Energien und CCS-Politik in der Energiedirektion der EU-Kommission. „Wenn die Elektrolyseure an Kernkraftwerke angeschlossen werden, würde dies hingegen als CO2-armer Wasserstoff eingestuft werden“, erläuterte Marques den EU-Parlamentsabgeordneten im parlamentarischen Ausschuss für Umwelt, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Diese Klarstellung der Europäischen Kommission war offenbar notwendig, denn in der Wasserstoffstrategie der EU, die im Juni dieses Jahres vorgestellt worden war, wird Atomkraft tatsächlich nicht erwähnt.

Bei der Nutzung von Kernenergie zur Wasserstofferzeugung wird das Endprodukt als „violetter Wasserstoff“ bezeichnet. Sie bietet den Vorteil niedrigerer CO2-Emissionen im Vergleich zur Elektrolyse per Erdgas, sogenannter grauer Wasserstoff. Letztere ist derzeit am weitesten verbreitet.

Als die Kommission ihre Wasserstoffstrategie vorstellte, führte sie das Konzept des „sauberen Wasserstoffs“ in Bezug auf Herstellungsverfahren ein, bei denen erneuerbare Elektrizität verwendet wird. Diese Art der Wasserstoffproduktion ist die klare Priorität der EU.

Weiter heißt es im Gesetzestext: „CO2-armer Wasserstoff umfasst fossilen Wasserstoff mit CO2-Abscheidung und strombasierten Wasserstoff, bei dem die über den gesamten Lebenszyklus entstehenden Treibhausgasemissionen erheblich geringer sind als bei der derzeitigen Wasserstofferzeugung.“

Atomkraft wird hingegen nicht genannt, obwohl diese – ungeachtet ihrer anderen Risiken – durchaus als CO2-arm angesehen werden kann.

Energieintensiver Wasserstoff

Wasserstoff wird als Mittel zur Dekarbonisierung von Schwerindustrien wie der Chemie- und Stahlindustrie oder des Fernverkehrs wie der Luft- und Schifffahrt gesehen. Die Verfahren zu seiner Herstellung selbst sind jedoch recht energieintensiv und ineffizient.

Derzeit werden rund 95 Prozent des Wasserstoffs per Elektrolyse mit Erdgas hergestellt. Laut dem französischen Energieversorger EDF werden für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff 10 kg CO2 ausgestoßen. Pläne zur Verwendung von Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (carbon capture and storage, CCS) zur Verringerung der Emissionen befinden sich noch in der Entwicklung.

In ihrer neuen, sieben Milliarden Euro schweren nationalen Wasserstoffstrategie kündigt die französische Regierung an, „kohlenstoffarme“ Quellen nutzen zu wollen. Atomkraftwerke als Energiequelle für die Elektrolyse dürften also genutzt werden. Deutschland hingegen hat angekündigt, insbesondere „grünen“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wie Offshore-Wind zu produzieren.

„Ich bin überrascht, dass Wasserstoff aus Kernenergie [in der Strategie der Kommission] nicht erwähnt wird,“ so die französische Europaabgeordnete Joëlle Mélin von der rechtsextremen Fraktion Identität und Demokratie. Sie behauptet: „Erneuerbare Energien werden nicht ausreichen. Ich denke, dass wir bei der Definition von sauberem Wasserstoff weiter gehen müssen.“

Die Forschung im Bereich der Kernkraft zur Wasserstofferzeugung hat in letzter Zeit an Dynamik gewonnen. Anfang des Jahres teilte der französische Energieversorger EDF mit, man hege Pläne für die Erzeugung von Wasserstoff mit Energie aus britischen Kernkraftwerken. Ein von der Gruppe angeführtes Konsortium erklärte, dies würde einen erheblichen Teil des prognostizierten Energiebedarfs des Landes decken.

In den Vereinigten Staaten hat die Regierung bereits 2003 die "Nukleare Wasserstoff-Initiative" ins Leben gerufen, in der detailliert beschrieben wird, wie Kernkraftwerke durch die Produktion von Wasserstoff als zweite Einnahmequelle zu „hybriden Energiesystemen“ werden könnten.

Die Europäische Kommission wünscht sich ihrerseits, dass sauberer Wasserstoff eine Ergänzung zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Energiewirtschaft wird, betonte Marques. Die EU-Exekutive geht davon aus, dass sauberer Wasserstoff bis 2050 rund 24 Prozent dws weltweiten Energiebedarfs decken könnte.

Unterschiedliche Meinungen

Wie sauber Wasserstoff ist, hängt in jedem Fall von der Energiequelle ab, mit der er hergestellt wird. Während der Debatte im Umweltausschuss des Parlaments sprachen sich die grünen Europaabgeordneten klar für erneuerbaren Wasserstoff („grün“) gegenüber dem derzeit am meisten verwendeten Erdgas („grau“) aus.

„Wir haben noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass wir uns mit unserer Strategie nicht selbst ins Knie schießen. Wir dürfen nicht zulassen, dass dies zu einer „Greenwashing“-Aktion wird, die uns in eine weitere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen führt,“ warnte der schwedische Grünen-Abgeordnete Pär Holmgren.

Hildegard Bentele, eine deutsche CDU-Abgeordnete sowie Berichterstatterin des Parlaments über die Wasserstoffstrategie der EU, sprach sich für Wasserstoff im Allgemeinen aus und betonte, dieser verspreche ein nachhaltigeres Energiesystem: „Wir müssen die Möglichkeiten des Wasserstoffs so schnell wie möglich nutzen, um uns selbst den Weg zur Klimaneutralität zu erleichtern.“ Sie warnte jedoch, dass es Zeit brauchen werde, die Produktion hochzufahren und Finanzierungsmechanismen einzurichten, um den Prozess zu beschleunigen.

Tiemo Wölken, ebenfalls deutscher Europaabgeordneter der sozialdemokratischen S&D, warnte hingegen, er sei skeptisch gegenüber Verfahren zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Außerdem sei die Nutzung von Kernenergie oder gar Kohle zur Wasserstofferzeugung keine gute Alternative.

Auf der anderen Seite der Debatte sprach sich Alexandr Vondra, ein konservativer tschechischer Europaabgeordneter (EKR), für den sofortigen Ausbau der Wasserstoffproduktion aus, insbesondere durch den weiteren Einsatz von Erdgas: „Die Verwendung von aus Erdgas hergestelltem Wasserstoff kann gewichtige Vorteile haben. Er kann lokal produziert werden, wodurch die ökologischen und finanziellen Kosten des Transports vermieden werden können.“

Vondra glaubt auch: „Außerdem kann dies bei einer [sozial] gerechten Energiewende helfen: Sie können die gleichen Leute weiter beschäftigen, die bereits bei den Unternehmen für fossile Brennstoffe arbeiten.“

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Offshore-Windenergie: Mindestens 60 Gigawatt bis 2030
EU-Kommission legt EU-Strategie zur Meeresenergie vor.

Quelle: EPID

Die EU-Kommission hat die EU-Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vorgestellt. Darin schlägt sie vor, die Offshore-Windenergiekapazität Europas von derzeit zwölf Gigawatt bis 2030 auf mindestens 60 Gigawatt und bis 2050 auf 300 Gigawatt auszubauen.

Die Kommission strebt ferner an, dies bis 2050 noch durch 40 Gigawatt an Meeresenergie sowie durch Energie, die mit anderen neuen Technologien wie schwimmenden Wind- und Solaranlagen erzeugt wird, zu ergänzen.

Um den Ausbau der Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Offshore-Energie zu fördern, wird die EU-Kommission für eine bessere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei der langfristigen Planung und Nutzung werben. Hierzu müssen die Ziele für die Entwicklung erneuerbarer Offshore-Energie in die nationalen maritimen Raumordnungspläne aufgenommen werden, die die Küstenstaaten der Kommission bis März 2021 vorlegen müssen. Die EU-Kommission wird auf der Grundlage der überarbeiteten TEN-E-Verordnung auch einen Rahmen für die langfristige Offshore-Netzplanung vorschlagen, der die Regulierungsbehörden und die Mitgliedstaaten der einzelnen Meeresbecken einbezieht.

Die Kommission schätzt, dass bis 2050 Investitionen von knapp 800 Milliarden Euro erforderlich sein werden, um die von ihr vorgeschlagenen Ziele zu verwirklichen. Um diese Mittel zu mobilisieren, will die EU-Kommission

• einen klaren und unterstützenden Rechtsrahmen schaffen. Vor diesem Hintergrund präzisierte die Kommission heute auch die Vorschriften für den Strommarkt in einer begleitenden Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen und wird prüfen, ob noch weitere spezifische und gezielte Vorschriften erforderlich sind. Die Kommission wird sicherstellen, dass die Überarbeitung der Leitlinien für staatliche Beihilfen in den Bereichen Energie und Umweltschutz und der EE-Richtlinie die kosteneffiziente Nutzung erneuerbarer Offshore-Energie erleichtert.

• dabei helfen, Mittel aus allen einschlägigen Fonds zu mobilisieren, um die Entwicklung des Sektors zu unterstützen. Die EU-Kommission ermuntert die Mitgliedstaaten zur Inanspruchnahme der Aufbau- und Resilienzfazilität sowie dazu, mit der Europäischen Investitionsbank und anderen Finanzinstitutionen zusammenzuarbeiten, um Investitionen in Offshore-Energie über InvestEU zu unterstützen. Ferner werden Mittel aus dem Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ mobilisiert, um die Forschung und Entwicklung insbesondere in Bezug auf weniger ausgereifte Technologien zu fördern.

• für eine stärkere Lieferkette sorgen. In der Strategie wird hervorgehoben, dass Produktionskapazitäten und Hafeninfrastrukturen verbessert werden müssen und mehr angemessen ausgebildete Arbeitskräfte benötigt werden, um höheren Installationsraten gerecht zu werden. Die Kommission plant, im Rahmen des Industrieforums für saubere Energie eine gesonderte Plattform für erneuerbare Offshore-Energie zu gründen, um alle Akteure zusammenzubringen und die Entwicklung der Lieferkette anzugehen.

Um die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen erneuerbarer Offshore-Energie auf die Meeresumwelt und die davon abhängigen Wirtschaftstätigkeiten zu analysieren und zu überwachen, will die EU-Kommission regelmäßig eine Gemeinschaft von Experten öffentlicher Verwaltungen, Interessenträgern und Wissenschaftlern konsultieren.

Die Kommission hat zudem einen neuen Leitfaden zum Ausbau der Windenergie und den EU-Naturschutzvorschriften verabschiedet.

Quelle: EU-Kommission / EPID

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Österreich: Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz verspätet sich
Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz tritt nicht wie geplant ab 1. Jänner 2021 in Kraft.

Quelle: energate

Grund für die Verzögerung ist laut Klimaschutzministerium ein länger dauerndes Nostrifizierungsverfahren der EU-Kommission. Dabei gibt es noch viele Rückfragen aus Brüssel. Die Neuregelung zur Netzreserve hingegen soll ab Jahresbeginn gültig sein. Dieser "wichtige Teilaspekt des Gesetzespakets“ ermöglicht nicht nur eine breite Teilnahme an der Netzreserve, sondern berücksichtigt auch ökologische Kriterien", betonte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne). Die neue Maßnahme zur Sicherstellung von Kraftwerksreserven bei zunehmend volatiler Stromproduktion aus Windkraft und PV soll noch am 18. November den Ministerrat passieren. 

Positive Reaktion der E-Wirtschaft

Im Falle einer Stromknappheit steht künftig auf eine breite Auswahl an Reservekraftwerken zur Verfügung. Bisher stützte sich die Netzreserve auf Großkraftwerke, meist gasbetriebene KWK-Anlagen. Künftig sollen auch Kleinkraftwerke mit weniger als 1 MW Leistung an der Netzreserve teilnehmen können. Erstmals können auch Biomassekraftwerke mitbieten. Zudem können auch industrielle Betriebe in Form von Laststeuerung (Demand Side Response) die Netzreserve anbieten, Solche Anlagen können bei Bedarf den lokalen Verbrauch reduzieren und so zur Netzstabilität beitragen. Für die Netzreserve, auch "Blackout-Versicherung" genannt, gelten strenge CO2-Beschränkungen. Eine Teilnahme ist nur bis zu einem Ausstoß von 550 Gramm CO2 pro kWh Strom möglich. Atomkraftwerke sind gänzlich ausgeschlossen.
 
Der Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie, Michael Strugl, begrüßte die vorgezogenen neuen Maßnahmen zur Netzreserve, auch wenn die Details noch zu prüfen seien. Da die aktuellen Bestimmungen dazu bereits im Herbst 2021 auslaufen, bestehe dringender Handlungsbedarf. Die Regelung müsse den wirtschaftlichen Betrieb jener Kraftwerke ermöglichen, die für die Aufrechterhaltung der Systemstabilität unerlässlich sind, forderte Strugl. Netze und Speicher müssen massiv ausgebaut werden, damit auch bei volatiler Stromproduktion aus erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit garantiert bleibe. Verständnis zeigte Strugl für die Zeitverzögerung: "Qualität müsse beim EAG Vorrang vor Geschwindigkeit haben". Für die E-Wirtschaft seien ein differenziertes Fördermodell, die Sicherstellung des gleichzeitigen Ausbaus aller Erzeugungsformen und die Kosteneffizienz durch marktnahe Ausschreibungen wesentlich. 

Deutsches Gesetz weckt Hoffnungen

Unterstützung kommt auch von Kleinwasserkraft Österreich. "Das Gesetz muss langfristig funktionieren, ob das EAG nun mit 1. Januar, 1. Februar oder 1. März 2021 in Kraft tritt, ist nebensächlich“, betont Geschäftsführer Paul Ablinger. Bezüglich der Verhandlungen mit der EU-Kommission verweist er auf das deutsche EEG, das in Brüssel akzeptiert wurde. "Das EEG enthält sehr gute Lösungen für die Kleinwasserkraft, daher sollten ähnliche Lösungen auch für Österreich relativ problemlos bewilligt werden", hofft Ablinger. 

Trotz des Zeitdrucks wird es bis zum Inkrafttreten des gesamten EAG noch dauern. Ein genaues Datum konnte das Klimaschutzministerium noch nicht nennen. Im Moment stehen, so das Ministerium, noch weitere Abstimmungen mit Brüssel aus. Zudem werden die zahlreichen Stellungnahmen der Stakeholder und Experten aus dem Begutachtungsverfahren eingearbeitet. Auch ohne EAG sei derzeit die Förderung der erneuerbaren Energien durch Finanzmittel aus dem Konjunkturpaket und dem bestehenden Ökostromgesetz gewährleistet, versicherte das Ministerium.

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Deutschland und die Offshore-Windenergie: Zwischen Vorreiterrolle und Kohlestrom
Am 18. November wird die EU-Kommission ihre Strategie zur Offshore-Windenergie vorstellen.

Quelle: EURACTIV

Eine deutsche Gesetzesnovelle setzt bereits einige Eckpunkte dieser Strategie um. Doch reicht das aus, um die Energiewende zu schaffen? Schließlich setzt Deutschland nach wie vor auf fossile Energieträger.

Zwei Dutzend Windparks stehen in Nord- und Ostsee vor der deutschen Küste und versorgen die Menschen mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien. Jedes Jahr kommen neue Offshore-Windkraftanlagen hinzu, doch seit einigen Jahren geht der Ausbau zunehmend schleppend voran. Waren es 2017 noch 1.800 Offshore-Windräder, die neu ans Netz angeschlossen wurden, kamen bis 2020 gerade einmal 1.400 neue Anlagen hinzu.

Eine Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG), die Anfang November vom Bundestag beschlossen wurde, sieht für die kommenden Jahre einen stetigen Ausbau der Offshore-Windkraftanlagen vor, um die Ziele der Bundesregierung zu. Bis 2030 sollen 65 Prozent des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Doch 2019 lag dieser Anteil noch bei 42 Prozent.

Noch ein weiter Weg für Berlin und Brüssel

Die EU-Strategie zur Offshore-Windenergie geht in eine ähnliche Richtung. EU-weit sollen bis 2030 etwa 40 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien stammen – fast doppelt so viel wie derzeit. Auch für dieses Ziel spielt die Offshore-Windkraft eine entscheidende Rolle, weshalb die Energiekapazität aus Europas Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee sowie im Schwarzen Meer bis 2050 um das 25-fache im Vergleich zum jetzigen Stand erhöht werden soll.

Dass es überhaupt losgeht mit dem Vorhaben, künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen, ist für Michael Bloss, Grünen-Abgeordneter im europäischen Parlament, das Entscheidende an der Strategie. Doch er sagt im Gespräch mit EURACTIV Deutschland auch, dass der Finanzierungsplan für den Offshore-Windkraftausbau nicht ausreiche.

Privatwirtschaftliche Investitionen in erneuerbare Energien werden zwar nicht staatlich subventioniert, doch Kredite für den Ausbau erneuerbarer Energien sollten abgesichert werden, findet Bloss. Dies sei in der aktuellen wirtschaftlichen Krise notwendig, damit Investitionen überhaupt zustande kommen. Auch der Aufbauhilfsfonds “NextGenerationEU”, welcher im Zusammenhang mit der Corona-Krise aufgebaut wurde,  müsse für die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien verwendet werden, fordert der EU-Parlamentarier.

Netzausbau an Land 

Ein weiterer Faktor beim Ausbau der Offshore-Windenergie-Kapazitäten ist die nötige Infrastruktur an Land. Denn der vor der Küste produzierte Strom muss in das Onshore-Stromnetz eingespeist und verteilt werden. Auch an dieser Stelle, glaubt Michael Bloss, gibt es noch Nachholbedarf – auch in Deutschland. Man sei zwar im Vergleich zu anderen EU-Staaten gut aufgestellt bei der Offshore-Stromproduktion, aber es fehle noch an Übertragungsnetzen, sagt er.

Und so stellt sich die Frage, warum sowohl auf europäischer als auch auf deutscher Ebene in Sachen erneuerbare Energien ein so starker Fokus auf die Offshore-Windanlagen gelegt wird. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) setzt laut eigenen Angaben auf diese Technologie, weil sie perspektivisch die günstigste zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sei.

“Energiemix ist entscheidend”

Nina Scheer, Bundestagsabgeordnete der SPD, befürchtet dennoch, dass ein derart zentralisierter Ansatz auf eine Technologie zu einer Verzögerung im Gesamtausbau der erneuerbaren Energien führen könnte. Besser sei ein dezentraler Ausbau: “Wir müssen zusehen, dass uns die Energiewende und der Umstieg auf erneuerbare Energien so schnell wie möglich gelingt. Und dabei kommt es ganz entscheidend auf den Ausbau vor Ort in der Fläche in dem breiten regenerativen Energiemix an.”

Beim Offshore-Ausbau sei man stärker auf den Netzbau angewiesen, als bei einem dezentralen, übers Land verteilten Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, erklärt sie im Interview mit EURACTIV Deutschland. Die Ausbauplanung dürfe nicht zu einer Abhängigkeit von einem noch nicht existenten Stromnetz führen. Drängender sei es, das vorhandene Stromnetz systematisch auf das fluktuierende Dargebot erneuerbarer Energien auszurichten, fordert Scheer.

Die SPD-Politikerin beklagt zudem, dass die Anreize für die Einspeisung von Strom aus  erneuerbaren Energien fehlen. Das 2016 eingeführte System, nach dem die Förderung für erneuerbare Energien ausgeschrieben wird, habe sich nicht bewehrt. Bei den Ausschreibungen buhlen die Energiekonzerne um die Zuschläge, Windkraftanlagen auf See errichten zu dürfen. Die erhoffte Preissenkung für Ökostrom hat sich durch dieses System laut Nina Scheer nicht eingestellt. Deshalb befürwortet sie einen Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien und die Beibehaltung des Einspeisevergütungssystems nach dem Eurneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Demzufolge würden verschiedene regenerative Energieträger gleichermaßen gefördert werden und der Energiemix falle nicht zugunsten einer einzigen Technologie aus.

„Schneller raus aus der Kohle“

Der Grüne Bloss sieht außerdem ein generelles Problem im deutschen Energiemix: “Deutschland ist zwar Vorreiter beim Offshore-Windkraft-Ausbau, aber gehört zu den größten Kohleverbrauchern. Wir müssten insgesamt schneller raus aus der Kohle.” Zwar ist der Kohleausstieg bereits beschlossene Sache, doch mit dem Datum hadern Umweltschützer noch. Bis 2038 soll Deutschland Kohlestrom beziehen, trotz all der Vorhaben des EEG oder des European Green Deal. Andere EU-Staaten sind da schon deutlich weiter und sind entweder schon kohlefrei oder steigen bis 2030 aus. Deutschland könnte demnach seine Vorreiterrolle in der Energiewende verlieren.

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Unternehmen

Thüga: Mehr Strom aus der Sonne für das E-Auto
Die Thüga testet ein Energiemanagementsystem, das die Stomflüsse von der Photovoltaik (PV)-Anlage zur Wallbox, der Wärmepumpe und einem stationären Speicher steuert und optimiert.

Quelle: MBI Infosource

Das mit dem vielversprechenden Namen Autarkiemanager versehene System wurde von dem Dresdner Unternehmen Kiwigrid entwickelt und soll in Zukunft als White-Label-Lösung Energieversorgern zur Verfügung stehen.

Der Autarkiemanager besteht aus einer Box, die im Sicherungskasten der Endkunden installiert wird, und der Energiemanagement-Software, die auf der Energy-Service-Plattform KiwiOS läuft und die Stromflüsse steuert und in Echtzeit visualisiert. Nach Angaben von Kiwigrid laufen bereits 150.000 Geräte internationaler Energieversorger, Distributoren, OEMs und Automotives als White-Label-Produkte über diese Plattform. Das Ziel des energiebegeisterten Kiwi-Gründers Carsten Bether ist jedoch, Millionen Geräte darüber laufen zu lassen und sie in Zukunft wie ein transaktionales Kraftwerk miteinander zu vernetzen, um Strom in Echtzeit über Ländergrenzen hinweg zur Verfügung zu stellen.

So weit reichen die Möglichkeiten der Kiwigrid-Box nicht. Sie steuert vorerst ausschließlich die Stromflüsse der PV-Anlage und soll den Besitzer nicht autark vom Stromnetz machen, aber den aus der Sonne gewonnen Strom optimaler für das E-Auto, die Wärmepumpe oder den stationären Speicher einsetzen und damit die Energiekosten reduzieren. Für Energieversorger ein disruptives Geschäftsfeld, das neue Chancen eröffnet. „Als kommunale Versorger wollen wir die Energiewende lokal aktiv vorantreiben“, erklärt Katharina Baumbusch vom Thüga-Kompetenzcenter Innovation (IN). Mit der alleinigen Konzentration auf den klassischen Energievertrieb seien Energieversorger nicht mehr zukunftsfähig. „Wir müssen uns neue, digitale Geschäftsfelder auch im Non-Commodity-Bereich eröffnen“, macht sie deutlich.

Gesteuert wird der Autarkiemanager je nach Bedarf des Endkunden, der entscheiden kann, ob der Strom aus der PV-Anlage für die Wärmepumpe oder das E-Auto genutzt wird oder ob er in den Speicher fließt. Die Berechnungen für den aus der Sonne gewonnen Strom erfolgen anhand von Wetterprognosen. Eine der großen Herausforderungen für Katharina Baumbusch ist dabei die fehlende Kompatibilität der Hardware aufgrund von unterschiedlichen Protokollen, was zu „Kommunikationsschwierigkeiten“ führt. Zwar hat die Thüga dafür zusammen mit Kiwigrid Treiber entwickelt. Dennoch: „Das ist ein großes Problem, das der Digitalisierung entgegensteht.“

Das gerade mit 20 Testkunden der Stadtwerke Radolfzell gestartete Pilotprojekt läuft bis März 2021 und soll zeigen, ob es für die Eigenstromoptimierung einen Bedarf gibt, das Produkt noch weiterentwickelt werden muss und ob es dem Endkunden einen Mehrwert bietet. Grundsätzlich sieht die Thüga-Innovationsmanagerin in White-Label-Produkten und -Dienstleistungen gerade für regionale Energieversorger eine gute Chance, für ihr eigenes Branding - ohne dafür eigene Ressourcen und das notwendige Know-how vorhalten zu müssen. Für viele regionale Energieversorger sei dies unmöglich, so Baumbusch. White-Label-Produkte werden nach ihrer Einschätzung daher noch an Bedeutung gewinnen. „Die Energiebranche wird immer aufgeschlossener für eine Zusammenarbeit mit Startups und Kooperationen über Branchen hinweg.“ Zudem sei es bei den hohen Wechselraten und zunehmendem Wettbewerb für Stadtwerke vorteilhaft, wenn sie dem Kunden Prosumer-Lösungen aus einer Hand anbieten würden.

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Unternehmen

Österreich: E-Control genehmigt milliardenschwere Ausbaupläne der APG
Der Netzbetreiber APG investiert in den nächsten zehn Jahren rund 3,1 Mrd. Euro in den Ausbau der Übertragungsnetze in Österreich.

Quelle: energate

Den entsprechenden Netzentwicklungsplan 2020 hat die E-Control jetzt genehmigt. Der Netzentwicklungsplan benennt die wichtigsten Bauprojekte im heimischen Übertragungsnetz und an den Übergabepunkten zu den Verteilernetzen der nächsten zehn Jahre, wobei die Projekte der kommenden drei Jahre verpflichtend umzusetzen sind. Der Plan wird jährlich erstellt, öffentlich konsultiert und muss dann von der Regulierungsbehörde genehmigt werden. Bei der E-Control heißt es dazu, Österreich sei "mit dem aktuellen Netzentwicklungsplan für die unmittelbaren Herausforderungen im Energiesystem gut gerüstet". Das Ziel, die Stromversorgung bis 2030 bilanziell allein auf Erneuerbare umzustellen und weiterhin die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, mache den Ausbau der Übertragungsnetze notwendig.

"Integration des EAG wird 2021 die große Herausforderung"

Auch APG-Vorstand Gerhard Christiner betonte, der wichtigste Treiber im aktuellen Programm seien "die stark wachsenden Produktionskapazitäten im Bereich der Erneuerbaren sowie der steigende Bedarf an grünem Strom von Wirtschaft und Industrie". Geplante und schon im Bau befindliche Projekte würden den Zugang Österreichs zu den europäischen Strommärkten verbessern, sagte Finanzvorstand Thomas Karall: "Besonders wichtig sind die Verbindungen zum deutschen Strommarkt, um langfristig allen Menschen und der Wirtschaft in Österreich den Zugang zu preisgünstigem Strom zu ermöglichen."
 
Allerdings betonten die APG-Vorstände, im aktuellen Netzentwicklungsplan sei das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) "noch nicht vollständig berücksichtigt." Das Gesetzespaket ist derzeit in der Finalisierungsphase und soll in wenigen Wochen in Kraft treten. Danach sind in der Energiewirtschaft weitreichende Änderungen zu erwarten. Das EAG im kommenden Netzentwicklungsplan zu integrieren werde "die große Herausforderung des kommenden Jahres" sein, so die APG-Chefs.

36 Projekte im Übertragungsnetz und viele Umspannwerke

Im Detail sind im aktuellen Netzentwicklungsplan zwei neue Projekte dazugekommen, während drei nach Fertigstellung nicht mehr genannt werden. Insgesamt geht es um 36 Ausbauprojekte im heimischen Übertragungsnetz, davon 19 auf nationaler und internationaler Ebene. Bei 14 Vorhaben geht es um Anschlüsse an die Verteilnetze und bei drei um Anschlüsse an Kraftwerke. Das mit Abstand wichtigste und umstrittenste laufende Projekt ist die Salzburgleitung. Ferner geht es um die Weinviertelleitung in Niederösterreich, das Projekt "Zentralraum Oberösterreich", die sogenannte Deutschlandleitung sowie das gemeinsam mit dem italienischen Energiekonzern Terna vorangetriebene Projekt Reschenpass zwischen Italien, Südtirol und Tirol. Genannt werden im neuen Netzentwicklungsplan auch zahlreiche Erneuerungen und Ausbauten von Umspannwerken, etwa in Villach Süd, Klaus, Matrei, Mürztal, Wien Ost, Innkreis und Prottes.

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Uniper wirft Auge auf das Ökostromgeschäft

Der hauptsächlich aufs Gas- und Kohlegeschäft fokussierte Energiekonzern Uniper sieht zunehmend Wachstumschancen im Markt für erneuerbare Energien.

Quelle: MBI Infosource


Dabei nimmt das Düsseldorfer MDAX-Unternehmen sowohl langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) als auch direkte Ökostromgeschäfte in den Blick. "Beide Bereiche möchten wir in den kommenden Jahren ausbauen", sagte ein Unternehmenssprecher. "Der Markt für PPAs wird für Uniper zunehmend interessant", so der Sprecher.


Hintergrund ist, dass die garantierte Einspeisevergütung nach 20 Jahren für viele Wind- und Photovoltaikanlagen endet. Allein in den kommenden Jahren sind Tausende Anlagen auf eine Anschlussvermarktung angewiesen. Projektentwickler können etwa auf Erträge aus den Großhandelsmärkten setzen, womit sie aber auch ein entsprechendes Risiko eingehen. "Mit Abschluss langfristiger Abnahmeverträge mit Projektentwicklern übernehmen wir bestehende Marktrisiken", erklärte der Sprecher dazu. Das Unternehmen, das 2016 als Abspaltung der Sparten Wasser, Kohle und Gas von E.ON entstanden ist, hat etwa im vergangenen Jahr solche PPA bei Projekten in Spanien und Schweden abgeschlossen. Bei der Windenergie hat der Konzern nach eigenen Angaben bislang über sechs Gigawatt realisiert.

Uniper will aber auch Ökostromprojekte in ihren eigenen Kernmärkten entwickeln. "Der Fokus liegt dabei auf Solar-Projekten, mit dem Ziel mehrere hundert Megawatt in den nächsten Jahren fertig zu stellen", so der Sprecher. "Dabei prüfen wir auch, ob Uniper-Standorte dazu geeignet sind", führte er aus. Im Bereich Wasserkraft umfasst das eigene Portfolio bislang 3,6 Gigawatt.

MBI/DJN/aul/18.11.2020

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Unternehmen

Atomausstieg: Vattenfall-Klage in Karlsruhe erfolgreich
Entschädigungszahlungen müssen noch einmal komplett neu geregelt werden.

Quelle: EPID

Der finanzielle Ausgleich für bestimmte Kraftwerksbetreiber wegen des beschleunigten Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima muss noch einmal komplett neu geregelt werden. Da hat das Bundesverfassungsgericht im Rahmen einer Klage des Energiekonzerns Vattenfall bestimmt.

Die Gesetzesänderung von 2018 sei unzureichend und außerdem wegen formaler Mängel nie in Kraft getreten. Der Gesetzgeber sei damit "weiterhin zur alsbaldigen Neuregelung verpflichtet", wie das höchste deutsche Gericht in Karlsruhe am Donnerstag mitteilte.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 2016 nach Klagen von Eon, RWE und Vattenfall geurteilt, dass die Gesetzesnovelle, die diese Kehrtwende besiegelte, zwar im Wesentlichen mit dem Grundgesetz vereinbar war. Den Energiekonzernen steht für sinnlos gewordene Investitionen und verfallene Produktionsrechte aber ein angemessener Ausgleich zu.

Davon profitiert unter anderem Vattenfall. Der schwedische Konzern hatte wegen der 2011 festgelegten festen Abschalttermine keine Möglichkeit mehr, seinen beiden deutschen Kraftwerken Krümmel und Brunsbüttel ursprünglich einmal zugeteilte Strommengen noch konzernintern zu produzieren. Dafür soll der Konzern 2023 eine Ausgleichszahlung in Millionenhöhe verlangen können. Die genaue Summe wird sich laut Bundesumweltministerium erst dann bestimmen lassen.

Die gesetzlichen Regelungen dazu sind in Teilen aber "unzumutbar", wie es in der Karlsruher Entscheidung heißt. Außerdem wurde das Inkrafttreten von der Zustimmung der EU-Kommission abhängig gemacht. Diese sei allerdings nie förmlich erteilt worden.

Wegen des Atomausstiegs ist auch noch eine Klage von Vattenfall beim internationalen Schiedsgericht der Weltbank (ICSID) in Washington anhängig. Hier geht es um Forderungen von mehreren Milliarden Euro wegen der dauerhaften Stilllegung von Krümmel und Brunsbüttel.

Quelle: dpa / EPID

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Unternehmen

Siemens Energy Transmission: „Digitalisierung bedeutet, die Punkte zu verbinden“
Mit jeder Windenergieanlage, jeder PV-Anlage und jedem Elektroauto nimmt im Stromnetz die Zahl der Akteure und damit die Zahl von Schnittstellen und Kommunikationswegen zu.

Quelle: MBI Infosource

Die Bundesregierung will die Energiebranche deshalb zum ersten vollständig digitalisierten Sektor machen. Puneet Singh, Vice President Digitalization bei Siemens Energy Transmission, geht noch einen Schritt weiter und spricht vom „Internet der Energie“ - bei dem alle wichtigen Informationen direkt aus einer Anlage in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden.

„Die Industrie wird digitale Produkte weiter zu ihrem Vorteil nutzen“, so Singh. Doch damit müssten die heutigen Herausforderungen durch alternde Anlagen, Übertragungsengpässe und die Integration erneuerbarer Energien gemeistert und die klassischen Umspannwerke, die wichtige Knotenpunkte kritischer Informationen sind, in Datendrehkreuze umgewandelt werden. „In einer Zeit, in der wir nach der Energiewende streben, spielen digitale Technologien eine Schlüsselrolle.“

Doch die Welt und damit die Netze werden nicht nur immer digitaler. Die Welt ist vor allem vernetzt. Transformatoren waren das bisher nicht. Sie sind eher so etwas wie eine Blackbox, die ausschließlich dazu dienen, die Stromspannungen und -stärken zwischen unterschiedlichen Netzteilen zu regeln. Siemens Energy läutete vor zwei Jahren ein Branchenparadigma ein, indem sie klassische Physik mit Informationstechnologie zusammenführte und damit den weltweit ersten digitalen Transformator auf den Markt brachte, der inzwischen um Konnektivität, smarte Sensoren und eine Cloud-Anbindung erweitert wurde. „Unser Domain-Know-how hat es uns ermöglicht, die bestehende Physik um die Ebene der Information zu erweitern und den Trafo für das digitale Zeitalter zu entwickeln“, erklärt Singh.

Die Kernidee dahinter ist, dass die wichtigsten Assets in den Netzwerken einen Echtzeitstatus bezüglich ihrer operativen Leistung bieten können - und das nicht durch klassische Monitoring-Mechanismen wie SCADA. Übermittelt werden die Daten über den Betriebszustand des Transformators in die Cloud, wo sie durch komplexe Algorithmen analysiert werden. Damit können Störungen schneller erkannt und Ausfälle reduziert werden. Dafür seien keine riesigen Mengen an Daten, sondern nur wenige intelligente Daten notwendig. Singh: „Digitalisierung bedeutet, die Punkte zu verbinden.“

Für den Vice President sind vor allem Cloud Computing sowie Cloud-Speicherung die grundlegenden Technologien, die eine schnelle und großangelegte Transformation unterstützen. „Das hilft Betreibern, sich auf ihre notwendigen Ressourcen zu fokussieren, Anwendungen schnell zu skalieren und Analysen von mehreren Datenströmen voranzutreiben, um „Big Data“ in intelligente Informationen zu wandeln.“ Dies würde aus seiner Sicht auch zu einer massiven Reduzierung der operativen Ausgaben (OPEX) führen und die Produktivität stärken.

Der Markt, so der Digital-Experte, werde sich weiter in diese Richtung entwickeln, da die Netzbetreiber eine neue Dimension an digitalen Fähigkeiten der klassischen Produkte sehen und dabei neue digitale Anwendungsfälle erkennen. Das gesamte Portfolio an Stromübertragungsprodukten bei Siemens Energy ist inzwischen konnektiv. „Wir sehen auch andere Hersteller von Stromübertragungsprodukten in die gleiche Richtung arbeiten und sind überzeugt: Der grundlegende Wandel ist da.“

Angela Schmid, 10. November 2020

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Personalien

Auszeichnung: Preis „Energiemanager des Jahres“ geht an Frank Mastiaux
Frank Mastiaux, Vorsitzender des Vorstandes der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), wurde zum „Energiemanager des Jahres 2020“ gewählt.

Quelle: Energie&Management

Glückwunsch an Frank Mastiaux. Er ist „Energiemanager des Jahres 2020“. Der Jury sei die Entscheidung nicht schwer gefallen, teilte E&M-Herausgeber Helmut Sendner mit, der vor 20 Jahren den Preis ins Leben gerufen hatte. Mastiaux stehe wie kaum ein anderer für eine gelungene Transformation in der deutschen Energiewirtschaft. Mit ihm hat erstmalig ein Topmanager aus dem Kreis der „Big Four“ der Branche die begehrte Auszeichnung erhalten.

„Die EnBW mit ihren Kern- und Kohlekraftwerken zählte in der Runde der vier größten Energieversorger zu den Feindbildern der Vertreter der dezentralen, erneuerbaren Energiewirtschaft. Diese Zeiten sind für EnBW vorbei: Frank Mastiaux hat das Unternehmen konsequent in Richtung erneuerbarer Energien und smarter Dienstleistungen ausgerichtet“, so Helmut Sendner, der auch eine Stimme in der 13-köpfigen, hochkarätigen Jury hat.

"Anforderungen vorbildlich austariert und ausgehalten"

Christian Held, Partner von Becker Büttner Held, die als Sponsor die Vergabe unterstützen, ergänzt: Besonders konsequent stelle sich EnBW auf die Anforderungen von Klimawandel und Energiewende ein. „Diese große Leistung erfordert Führungsstärke, Teamfähigkeit, strategischen Weitblick und den Willen und die Lust daran, mit aller Konsequenz zu handeln.“ Deshalb sei für Held „logisch“, dass die diesjährige Auszeichnung an Mastiaux gehe.

Christof Spangenberg, Geschäftsführer der K.Group, die ebenfalls als Sponsor auftritt, merkt an: „Frank Mastiaux hat den Weg zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell früh und konsequent eingeschlagen. Das resultierende Spannungsfeld zwischen unternehmerischen und strategischen Anforderungen hat er vorbildlich austariert und ausgehalten.“

Und was sagt der Preisträger? „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, mit der insbesondere der tiefgreifende Umbau der EnBW in den vergangenen Jahren gewürdigt wird. Deswegen gebührt diese Auszeichnung auch und vor allem den über 23.000 Mitarbeitern der EnBW, die hinter dem Erreichten stehen.“

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Drei neue Gesichter im edna-Vorstand
Bisheriger Schatzmeister Norbert Schulz, regiocom, wird Ehrenmitglied

Quelle: Press'n'Relations

Der Vorstand des edna Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. hat drei neue Mitglieder: Bei der Mitgliederversammlung am 12. November 2020, die wegen Corona online stattfand, wurden Thomas Elbe, msu solutions GmbH, Hagen Förster, Schleupen AG, und Mario Wolframm, regiocom SE, neu in den Vorstand gewählt. Sie folgen Dr. Heiko Schell, ehemals Kisters AG, der als neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Wülfrath und Neander Energie nicht mehr bei einem edna-Mitglied beschäftigt ist, sowie Norbert Schulz, regiocom, und Bernhard Mildebrath, Schleupen, die beide altershalber ausgeschieden sind. Thomas Elbe übernimmt zudem die Funktion des edna-Schatzmeisters von Norbert Schulz, der als neues Ehrenmitglied künftig gemeinsam mit Christoph Speckamp von der Soptim AG für die Kassenprüfung zuständig wird. Bestätigt wurden in ihren Ämtern Dirk Heinze als Präsident und Rainer Grempe als Schriftführer, beide Meine-Energie GmbH, sowie die Vorstände Mark Küper, phi-Consulting GmbH, und Richard Plum, ProCom GmbH, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Blockchain-Initiative Energie+ (BCIe+) unter dem Dach des edna Bundesverbands ist.

Auf der Agenda des edna-Vorstands stehen für die kommenden Monate eine ganze Reihe von Aktivitäten und neuer Initiativen. Dazu gehört der Ausbau des edna-Validierungsportals, das bislang nur die Prüfung der elektronischen Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung unterstützt, auf alle Marktformate. Daneben stehen die Gründung der Initiative EVU+ als Interessenvertretung kleiner und mittlerer Versorgungsunternehmen sowie Kooperationen mit befreundeten Organisationen im Fokus.

Weitere Informationen:
Blockchain-Initiative Energie+ im
EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V.
Rüdiger Winkler - c/o ifed.Institut für Energiedienstleistungen GmbH
Blücherstr. 20a - D-79539 Lörrach
Tel.: +49 7621 16308 18 - Fax: +49 7621 5500 261
winkler(at)edna-bundesverband.de - www.edna-bundesverband.de 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Press'n'Relations GmbH - Uwe Pagel
Magirusstr. 33 - D-89077 Ulm
Tel.: +49 731 96287-29 - Fax: +49 731 96287-97
upa(at)press-n-relations.de - www.press-n-relations.de

Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. ist die Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern, IT-Dienstleistern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Ziel von EDNA ist es, die Unternehmen bei der Transformation der Energiemärkte hin zu „Energie 4.0" zu unterstützen. Dabei stehen die Bereiche Strukturierung, Standardisierung und Information im Vordergrund. Gleichzeitig unterstützt EDNA auch weiterhin die Automatisierung der Kommunikation sowie die Interoperabilität der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft. Vor diesem Hintergrund agiert der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. auch als Interessenvertreter seiner Mitglieder gegenüber anderen Verbänden sowie den politischen Institutionen. Hier steht zudem die aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien im Fokus.

Folgende Unternehmen/ Organisationen sind derzeit Mitglieder des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. bzw. der Blockchain-Initiative Energie BCIe+

Adesso AG, AKTIF Technology GmbH, ArcMind Technologies GmbH, Arvato Systems Perdata, Blockfinity, AVU Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen, Brady Energy AG (UK), BTC Business Technology Consulting AG, cortility GmbH, DiCentral GmbH, Discovergy GmbH, DMS GmbH, EBSnet eEnergy Software GmbH, EDEKA Versorgungsges. mbH, EnergyCortex GmbH, ene't GmbH, enmore consulting AG, ENSECO GmbH, FACTUR Billing Solutions GmbH, Fraunhofer IOSB-AST, GÖRLITZ AG, HAKOM EDV Dienstleistungsges.m.b.H., InterSystems GmbH, ITEMS GmbH, IVU Informationssysteme GmbH, IVU Softwareentwicklung GmbH, Kisters AG, Klafka & Hinz Energie- und Informations-Systeme GmbH, make IT GmbH, Meine-Energie GmbH, msu solutions GmbH, Paatz Scholz van der Laan GmbH, phi-Consulting GmbH, ProCom GmbH, PSI AG, QSC AG, regiocom SE, regio IT GmbH, rku-it, Robotron Datenbank-Software GmbH, Sagemcom Fröschl GmbH, SAP SE, Schleupen AG, SEEBURGER AG, SIV.AG, Seven2one Informationssysteme GmbH, SOPTIM AG, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, T-Systems International GmbH, Topcom Kommunikationssysteme GmbH, Wilken GmbH.

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Energieexperte Gero Lücking kommt als neuer Head of Smart Metering von LichtBlick
Techem setzt damit konsequent auf Digitalisierung und Sektorenkopplung in der Energiewirtschaft

Pressemeldung Techem

Aus der Verbindung der bestehenden und neuen Tätigkeitsfelder sollen zusätzliche smarte und ganzheitliche Komplettlösungen für die Immobilienbranche entstehen, insbesondere mit Blick auf Lösungen für Energieeffizienz und Dekarbonisierung. Dafür verstärkt sich Techem mit einer bekannten Personalie: Gero Lücking, ehemaliger Geschäftsführer bei LichtBlick und erfahrener Manager aus der Energiewirtschaft, wird zukünftig das Smart Meter-Geschäft beim Energiedienstleister federführend vorantreiben.

Digitalisierung und Dekarbonisierung für die Energiewende

In seinen vergangenen Positionen hat Gero Lücking umfassende Erfahrungen im Bereich der intelligenten Messsysteme sammeln können. „Ich freue mich sehr darüber, Gero Lücking bei uns begrüßen zu dürfen. Mit ihm haben wir einen exzellenten Strategen auf unserem Weg zum ganzheitlichen Energiedienstleister gewinnen können“, kommentiert Matthias Hartmann, CEO bei Techem, die Personalie.

Ansprechpartner für Journalisten

Robert Woggon

Head of Corporate
Communications
Tel.: +49 (0) 61 96/5 22-23 24
robert.woggon(at)techem.de

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Wechsel an der ENERCON-Führungsspitze
CEO Hans-Dieter Kettwig tritt in den Ruhestand / Nachfolger wird der bisherige ENERCON Geschäftsführer Momme Janssen 

Pressemeldung: ENERCON

Bild: ENERCON

ENERCON verabschiedet seinen langjährigen Geschäftsführer und CEO Hans-Dieter Kettwig in den Ruhestand. Zum 1. Dezember 2020 übergibt Kettwig die Führung des Unternehmens an den Herrn Momme Janssen, bisher Mitglied der Geschäftsleitung von ENERCON. Die Aloys Wobben Stiftung, alleinige Gesellschafterin von ENERCON, hat diese Nachfolgeregelung langfristig vorbereitet, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, der Hans-Dieter Kettwig – Jahrgang 1957 – zum Jahresende den wohlverdienten Renteneintritt ermöglicht.

„Wir bedanken uns für das Engagement, mit dem Hans-Dieter Kettwig das Unternehmen über Jahrzehnte begleitet hat, und möchten insbesondere seine Gesamtleistung in den vergangenen 33 Jahren würdigen“, sagt Heiko Janssen, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. „Wir sprechen hier tatsächlich von einem Lebenswerk, das Hans-Dieter Kettwig mit ENERCON aufgebaut hat. Er hat wesentlich dazu beigetragen, ENERCON zu einem führenden Industrieunternehmen zu entwickeln, und er hat sich darüber hinaus mit seinem Engagement für die Erneuerbaren und die Onshore-Windenergie sowie mit seinem beharrlichen Eintreten gegen den Klimawandel bleibende gesellschaftliche Verdienste erworben. Ganz wird Herr Kettwig ENERCON nicht verlassen: Nach seinem Ausscheiden wird er dem Unternehmen in beratender Funktion verbunden bleiben.“

Anfang 1988 war Hans-Dieter Kettwig zu ENERCON gestoßen, zunächst als Verantwortlicher für alle kaufmännischen Tätigkeiten unter Firmengründer Dr. Aloys Wobben. Im Jahr 1997 stieg er in die Geschäftsführung von ENERCON und weiterer Tochterunternehmen ein. Gemeinsam baute das Führungsteam ENERCON in den Folgejahren zu einem der weltweit führenden Windenergieanlagenhersteller aus.

„Altersbedingt steht nun ein Wechsel an“, erläutert Heiko Janssen. „Wir freuen uns, dass Momme Janssen bereit ist, auf der CEO-Position Verantwortung zu übernehmen. Mit ihm haben wir einen idealen Nachfolger für Hans-Dieter Kettwig gefunden: Herr Momme Janssen kennt das Unternehmen seit Jahren und hat mehrfach bewiesen, dass er ENERCON in herausfordernden Situationen voranbringen kann. Hinzukommt, dass er aus seinen vorherigen Beschäftigungen über ein internationales Managementprofil verfügt, das insbesondere für die anstehende Regionalisierung und Internationalisierung des Unternehmens hilfreich ist. Er genießt das vollste Vertrauen der Stiftung. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Momme Janssen, Jahrgang 1973 und aufgewachsen in Wilhelmshaven, war als Mitglied der ENERCON Geschäftsleitung bisher für die Ressorts Personal, Kommunikation & Marketing und IT verantwortlich. Zuletzt war er darüber hinaus in führender Position für die Konzeptionierung und den Aufbau des Turnaround-Programms zuständig und treibt die Integration ENERCONs voran. Nach ersten Berufsjahren als Rechtsanwalt war Herr Janssen als Syndikusanwalt und Verbandsgeschäftsführer beim Arbeitgeberverband tätig. Im Anschluss wechselte er in das industrielle Umfeld und war mehrere Jahre beim Airbus-Konzern sowohl in der Konzernzentrale als auch an operativen Standorten in verschiedenen internationalen Managementpositionen beschäftigt. Momme Janssen schloss sein Jurastudium mit Auszeichnung ab und absolvierte im Anschluss einen Executive Master-Studiengang in internationalem Management.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bedanke mich für das Vertrauen, das die Aloys Wobben Stiftung in meine Person setzt“, sagt Momme Janssen. „Ich habe ENERCON in den vergangenen Jahren in vielfältigen Projekten begleitet und dabei viele Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Funktionen kennengelernt. ENERCON ist geprägt durch seine regionalen Wurzeln, ein unglaubliches Wachstum sowie den Erfindungsreichtum engagierter und fachkundiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusammen hat dies eine Kultur der Kollegialität und Umsetzungsgeschwindigkeit hervorgebracht, die wirklich herausragend ist und in der Branche ihresgleichen sucht. Ich freue mich darauf, dass ich dieses Unternehmen in meiner neuen Position noch besser unterstützen kann.“

Als erste Schwerpunkte seiner neuen Tätigkeit sieht der designierte CEO die Fortsetzung des Turnaround-Programms, das in eine entscheidende Phase tritt. „Wir werden gemeinsam die notwendigen Veränderungen umsetzen, die uns die nächsten erfolgreichen Jahrzehnte ermöglichen“, sagt Momme Janssen. „Wir werden uns den neuen Herausforderungen stellen und die Entwicklungen des Marktes stärker in unsere Überlegungen mit aufnehmen. Wir müssen eine noch höhere Veränderungsgeschwindigkeit aufbauen und unsere Prozesse wirksam optimieren. Das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Auch in diesem Punkt ist er sich mit dem Stiftungsvorstandsvorsitzenden Heiko Janssen einig: „Es kommt jetzt darauf an, mit ruhiger Hand und Konsistenz den im Turnaround-Programm eingeschlagenen Weg in die Umsetzung zu bringen und aus den Konzepten Realität werden zu lassen.“

Pressestelle

ENERCON GmbH
Felix Rehwald - Tel.: 0 49 41 / 9187 1160
E-Mail: presse@enercon.de

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