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dena: Verbraucher offen für politische Maßnahmen im Verkehrssektor
Befürwortung von Bonus-Malus-System beim Autokauf

Quelle: EPID

Laut einer Umfrage der dena ist eine Mehrheit der Deutschen offen für veränderte politische Maßnahmen im Verkehrssektor. So bewerten etwa 70 Prozent der Befragten eine Differenzierung des Kaufpreises von Pkw in Abhängigkeit von dessen CO2 Ausstoß als geeignetes Instrument, um CO2-Emissionen von Pkw zu reduzieren.

Die Einführung eines solchen "Bonus-Malus-Systems" würde geringere Kosten beim Kauf von Fahrzeugen mit niedrigen Emissionswerten bedeuten. Fahrzeuge, die viel Kohlenstoffdioxid emittieren, würden hingegen teurer werden. In Nachbarländern wie Frankreich und den Niederlanden sind bereits verschiedene Bonus-Malus-Modelle etabliert.

Mehr als ein Viertel der Befürworter und der Kritiker eines solchen Systems bewerten die stärkere Anpassung der Kfz-Steuer an den CO2-Ausstoß des Pkw als wirksames Instrument. Etwa ein Fünftel beider Gruppen kann sich die Einführung eines Höchstwerts für zulässige CO2-Emissionen vorstellen. Eine deutliche Erhöhung der Kraftstoffpreise bewerten 14 Prozent bzw. sieben Prozent als wirksame Maßnahme.

Dass erst nach deutlicher Erhöhung von Kraftstoffpreisen eine Lenkungswirkung zu erwarten wäre, zeigen weitere Umfrageergebnisse: Knapp zwei Drittel der Befragten würden erst ab einem Kraftstoffpreis von zwei Euro oder mehr auf ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb umsteigen oder das eigene Fahrzeug seltener nutzen. Jeder Fünfte würde erst ab einem Kraftstoffpreis von 2,50 Euro sein Mobilitätsverhalten ändern. Die Umfrage zeigt zudem, dass 70 Prozent der Verbraucher bei einem hohen Kraftstoffpreis zum Kauf eines alternativ angetriebenen Fahrzeugs tendieren.

Ein generelles Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor lehnen 74 Prozent der Befragten ab. Doch der Anteil der Befürwortenden wächst: 25 Prozent der Befragten können sich ein generelles Verbot von Benziner und Diesel vorstellen, 2019 waren es nur 18 Prozent. Von den Befürwortenden eines solchen Verbots bewertet knapp die Hälfte (47 Prozent) 2030 als sinnvolles Ausstiegsdatum für neue Pkw mit Verbrennungsmotor.

Dem Umweltbonus der Bundesregierung wird ein ambivalentes Zeugnis ausgestellt: Nur 36 Prozent befürworten die aktuelle Ausgestaltung der Kaufprämie. Kritiker des Kaufzuschusses monieren besonders, dass nur eine bestimmte Technologie unterstützt werde. 93 Prozent der Kritiker wünschen sich eine stärkere Förderung von Brennstoffzellen-/Wasserstoff-Pkw; 28 Prozent gaben an, dass auch Erdgas-Pkw gefördert werden sollten.

Dass der Umweltbonus aus Steuergeldern finanziert wird, bemängelten 16 Prozent. Befürwortende bewerten den Umweltbonus als eine gute politische Maßnahme, weil dieser klimafreundliche Pkw fördert. Der Umweltbonus bezuschusst Käufer von Elektrofahrzeugen mit einem Nettolistenpreis von bis zu 60.000 Euro. Derzeit gibt es kaum Modelle mit Brennstoffzellen-/Wasserstoff-Antrieb, die diese Anforderungen erfüllen. Der Umweltbonus gilt bis zum 31.12.2025.

Quelle: dena / EPID

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Deutschland: Gasbranche will Wasserstoff auch im Wärmemarkt
Auf einer virtuellen Fachtagung zum Wasserstoff von BDEW und VDE diskutierten Praktiker und Politikvertreter über die richtigen Schritte, um den Klimaschutz voranzubringen.

Quelle: Energie&Management

Die Diskussionsrunde war sich einig, dass Wasserstoff der Schlüssel zur Sektorkopplung und perspektivischen Dekarbonisierung des Energiebedarfs ist. Damit endete aber die Einigkeit auf der virtuellen Fachtagung zum Wasserstoff von BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) und VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik).

Während der Innovationsbeauftragte für grünen Wasserstoff im BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Stefan Kaufmann, auf die nächste Bundesregierung verwies, wollen die Unternehmen jetzt loslegen, wie Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender VNG (Verbundnetz Gas), betonte. „Im Moment geht es zu langsam vorwärts, weil die Reallaboranträge zu kompliziert waren und an dem vorbeigingen, was wir brauchten“, kritisierte Heitmüller.

Gasinfrastruktur nutzen

Sein Unternehmen habe eine eigene Stabsabteilung gegründet, die die IPCEI-Anträge für die EU-Förderung bearbeitet. Das IPCEI-Programm (Important Project of Common European Interest) werde aber erst Ende des Jahres wirklich greifen, das sei zu langsam. Heitmüller vermisst zudem Technologieoffenheit bei der Politik. „Wir sollten die Beimischung von Wasserstoff in existierende Gasinfrastruktur nicht verbieten, weil damit wichtige Möglichkeiten verschenkt werden, schnell Wasserstoff zu integrieren und damit Nachfrage zu schaffen“, appellierte er.

Das würde auch Umwege wie über Ammoniak umgehen, die mehr Kosten und geringeren Wirkungsgrad bedeuteten. Auch die Farbe, also Herkunft des Wasserstoffs, sollte nicht von oben definiert werden. „Die aktuelle Doppelregulierung im EnWG halte ich für ineffektiv“, sagte Heitmüller. Der Wasserstoffbeauftragte des BMBF, Stefan Kaufmann, erwiderte, das Zusammenspiel von Planung und Umsetzung hinke tatsächlich manchmal hinterher, auch weil die Länderebene dazwischen liege.

Nächste Bundesregierung soll es richten

Kaufmann versprach noch in dieser Legislaturperiode die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) der EU. Die ausstehende Zusammenführung der verschiedenen Einzelsysteme der Förderung und Regulierung in einem Gesamtsystem der Energiewende müsse aber die nächste Bundesregierung anpacken. „Das braucht auch eine gewisse Beherztheit und eine Offenheit für Geschäftsmodelle, ein Bepreisungsmodell für CO2 und Sektorkopplung“, sagte Kaufmann.

Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE, mahnte, integrierbaren erneuerbaren Strom nicht in Elektrolyseuren zu verschwenden. Jede Umwandlung von Energie bringe Verluste mit sich. „Wasserstoff hat ein Riesenpotenzial zur Nutzbarmachung von Strom, der nicht im gleichen Moment verwendet werden oder transportiert werden kann“, sagte Hinz. Wasserstoff werde ein zentrales Element zur Sektorkopplung auf systemischer Ebene und für die chemische Industrie.

Mehr erneuerbaren Strom erzeugen

„Wir müssen jetzt mehr in eine umsetzungsorientierte Förderung hinein“, mahnte Hinz. Das Ziel der Dekarbonisierung müsse aus der Politik kommen, aber die Umsetzung sollte den Fachleuten überlassen werden, appellierte Hinz. „Wir haben jetzt eine einmalige Chance, in Europa und Deutschland Technologie schnell zu entwickeln“, sagte er. Dazu brauche es einheitliche Zins- und Wirtschaftsmodelle zwischen den Sektoren. Maßstab sei die Klimagas-Vermeidung zu den niedrigstmöglichen Kosten.

Aus der Position der Wissenschaft ergänzte Prof. Christopher Hebling, Bereichsleiter Wasserstofftechnologie am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), die Diskussion. Er erinnerte, dass ein massiver Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung das Rückgrat der Dekarbonisierung bleibt. „Ohne erneuerbaren Strom können wir auch keinen grünen Wasserstoff erzeugen“, sagte er.

Es brauche Planungssicherheit über die politischen Rahmen für die Investoren. Dazu gehörten auch Lösungen für die Mehrkosten von klimafreundlichen Produkten, damit die Industrie weiter aus Europa und Deutschland heraus produzieren kann.

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Kernlraft: EU beteiligt sich weiter am Fusionsreaktor
Die EU setzt ihre Mitarbeit am Bau eines künftigen Fusionsreaktors fort.

Quelle: Energie&Management

Die Europäische Union bewilligt bis 2027 weitere 5,61 Mrd. Euro aus dem europäischen Haushalt für den geplanten Fusionsreaktor ITER. Einen entsprechenden Beschluss fasste am 22. Februar der EU-Ministerrat.

Damit ist die Fortsetzung des Projektes (ITER: International Thermonuclear Experimental Reactor) vorerst gesichert, an dem neben den Europäern auch die USA, Russland, Japan, Indien, die Volksrepublik China, Korea und die Schweiz beteiligt sind. Es soll demonstrieren, dass eine Kernfusion kontrolliert herbeigeführt und zur Energiegewinnung genutzt werden kann.

Der Vertrag über ITER wurde 2006 geschlossen. Die Arbeiten am Bau des Versuchs-Reaktors im südfranzösischen Cadarache gerieten aber schnell in Verzug, sodass es zu erheblichen Kostensteigerungen kam. Ursprünglich sollte das Projekt knapp 6 Mrd. Euro kosten, inzwischen geht man davon aus, das mindestens drei Mal mehr Geld notwendig ist. Eine offizielle Kostenschätzung gibt ITER nicht mehr an. Die Europäer tragen in der Bauphase 45 % der Gesamtkosten, die anderen Projektpartner jeweils 9 %.

Die EU-Kommission erwartet, dass in Cadarache das erste Plasma Ende 2025 erzeugt werden kann. In diesem Fall könnte der Versuchsreaktor, der noch kein Strom ins Netz einspeisen würde, 2035 in Betrieb gehen.

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Windflaute in der Schweiz hält an
Im vergangenen Jahr sind bei den Eidgenossen nur fünf Windturbinen neu in Betrieb gegangen. Nach Verbandsangaben hängen derzeit aber 300 Anlagen in der Warteschleife.

Quelle: Energie&management

Die Schweiz bleibt bei der Windenergienutzung weiterhin ein Entwicklungsland. Im vergangenen Jahr sind bei den Eidgenossen insgesamt nur fünf neue Windturbinen mit einer Leistung von zusammen 11,75 MW in Betrieb gegangen. Die landesweite Leistung erhöht sich damit auf knapp 87 MW.

Ein Grund für diese geringe Kapazität dürfte sicherlich in der langen Planungs- und Genehmigungsdauer liegen. Beim Parco eolico San Gottardo, dem einzigen neuen Schweizer Windpark aus dem vergangenen Jahr, betrug der Vorlauf immerhin 18 Jahre. Die fünf Enercon-Anlagen vom Typ E92 mit jeweils 2,35 MW Leistung sind im vergangenen Spätherbst ans Netz gegangen - immer auf mehr als 2.100 Meter Höhe.

Der mageren Bilanz versuchte der Branchenverband Suisse Eole etwas Positives abzugewinnen: Mit 146 Mio. kWh haben die wenigen Windparks in der Alpenrepublik im vergangenen Jahr so viel Grünstrom wie im Rekordjahr 2019 erzeugt, heißt es in einer Verbandsmitteilung. Gemessen an den vor dem Bau aufgestellten Ertragsprognosen komme sogar unter dem Strich ein Plus von 14 % zusammen.

Fakt ist aber, dass der Anteil der Windenergie an der Gesamtstromerzeugung in der Schweiz 2020 bei 0,2 % liegt. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Quote nach vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für die On- und Offshore-Windenergie zusammen bei knapp 24 Prozent.

Trotz der in vergangenen Jahren bundesweit gestiegenen Windstromerzeugung hat Suisse-Eole-Geschäftsführer Lionel Perret wenig Hoffnung auf Windstromimporte aus dem Nachbarland, um insbesondere während der Wintermonate der Strombedarf der Eidgenossen decken zu können. „Ende 2002 werden in Deutschland alle Atomkraftwerke vom Netz gegangen sein und unsere Nachbarn schalten nach und nach alle Kohlekraftwerke ab, das letzte im Jahr 2038. Die Deutschen werden also ihren erneuerbaren Strom im Wesentlichen selbst nutzen.“

Um die Importabhängigkeit zu verringern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, bleibt der Schweiz daher nur ein Weg: mehr Windturbinen im eigenen Land in Betrieb zu nehmen. Damit sieht es derzeit eher mau aus. Nach Angaben von Suisse Eole hängen aktuell rund 300 Windenergieanlagen in der Warteschleife – bedingt durch ausstehende Gerichtsurteile und lang andauernde Genehmigungsverfahren. „Werden allein alle Projekte, bei denen das Urteil des Bundesgerichts (das oberste Gericht in der Schweiz; d.Red.) noch aussteht, genehmigt, könnte mehr als dreimal so viel Windenergie erzeugt werden wie heute und eine jährliche Gesamtproduktion von rund 500 Millionen Kilowattstunden erreicht werden“, wird Geschäftsführer Perret in der Verbandsmitteilung zitiert.

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Erneuerbare in Österreich: Anteile bis zu 78 Prozent trotz Winter
Der Anteil der Erneuerbaren am österreichischen Strommix ist in den vergangenen Tagen trotz der tief winterlichen Witterung hoch geblieben.

Quelle: energate

Am Montag, den 15. Februar, betrug der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten im Inland erzeugten Strommenge 63,3 Prozent, wie der Bilanzgruppenkoordinator APCS auf Anfrage von energate mitteilte.

In der vergangenen Woche war der Anteil der Erneuerbaren nochmals wesentlich höher, Österreich lag mit dem Ökostromanteil im heimischen Strommix sogar im europäischen Spitzenfeld. Das ist insofern bemerkenswert, als dass es in der vergangenen Woche mehrere Tage mit durchgehendem Frost gab und je nach Region Temperaturen zwischen null und unter minus 20 Grad geherrscht haben. So betrug am vergangenen Donnerstag, den 11. Februar, die Erzeugung insgesamt knapp 218 Mio. kWh. Davon kamen 78 Prozent aus Erneuerbaren, und das wiederum war laut Zahlen der europäischen Netzbetreibervereinigung Entso-E der drittbeste Wert in ganz Europa. Bemerkenswert am vergangenen Donnerstag war auch, dass mit 55,5 Mio. kWh rund ein Viertel der im Inland erzeugten Stroms von Windkraftanlagen kam.

Wasserkraft dominiert - Windkraft und PV spüren "kalte Dunkelflaute"

Zum Beginn dieser Woche dagegen lieferte die Wasserkraft als die traditionell dominierende Art der Stromerzeugung im Land wieder die größten Mengen. Am 15. Februar haben Anlagen in Österreich in absoluten Zahlen rund 139 Mio. kWh Strom erzeugt. Davon kamen aus Gaskraftwerken 51 Mio. kWh und von Erneuerbaren rund 88 Mio. kWh, wobei der Anteil der Wasserkraft (und hier vor allem der Laufwasserkraftwerke) mit 73 Mio. kWh am größten war. Bei den anderen erneuerbaren Erzeugungsarten machte sich dagegen sehr wohl die saisonübliche sogenannte "kalte Dunkelflaute" bemerkbar. So steuerten Windräder an diesem Tag 6,8 Mio. kWh bei, was gemessen an der gesamten inländischen Stromproduktion weniger war als fünf Prozent. Biomasse lieferte mit 4,3 Mio. kWh etwa drei Prozent. Photovoltaik produzierte eine Strommenge von 1,7 Mio. kWh, das war nur knapp mehr als ein Prozent der Stromerzeugung hierzulande.

Stromimporte bleiben notwendig

Ein etwas weniger positives Bild im Hinblick auf den Anteil der Erneuerbaren ergibt sich mit Blick auf den Stromverbrauch des 15. Februar, der inklusive der Einspeicherung in Pumpspeicher rund 202 Mio. kWh betragen hat. Von der gesamten im Inland verbrauchten Strommenge betrugen die Importe aus dem Ausland netto 63,2 Mio. kWh, also ein Drittel. Bekanntlich stammt ein guter Teil dieser Importe aus Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken im benachbarten Ausland. Auch aufs gesamte Jahr gesehen könne Österreich seinen Verbrauch mit inländischer Erzeugung nicht decken, hieß es dazu Anfang Jänner von der Österreichischen Energieagentur. Trotzdem zog die Energieagentur mit Verweis auf Zahlen von Entso-E eine positive Bilanz zum heimischen Strommix des Jahres 2020: Demnach hat Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Sonne und Biomasse im Vorjahr 81 Prozent an der Erzeugung ausgemacht, das war um sechs Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

Auch zum gesamten Primärenergieverbrauch steuern Erneuerbare hierzulande immer größere Energiemengen bei, wie Zahlen der Energieagentur zeigen. So betrug ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch in Österreich im Jahr 2005 noch 26,5 Prozent, in Deutschland weniger als fünf Prozent und weltweit rund sieben Prozent. Bis zum Jahr 2019 sind diese Werte nach den jüngsten verfügbaren Zahlen weltweit auf 11,4 Prozent und in Deutschland auf 17,4 Prozent gestiegen. In Österreich hatten Erneuerbare zuletzt einen Anteil von 33,7 Prozent am Primärenergieverbrauch.

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Unternehmen

Suez weist Veolia-Angebot als unzureichend zurück
Der Verwaltungsrat der Suez SA hat das Übernahmeangebot in Höhe von 18 Euro je Aktie der Veolia Environnement SA als nicht akzeptabel zurückgewiesen.

Quelle: MBI Infosource

Eine solche Transaktion würde die Suez-Strategie gefährden und bewerte den Konzern zu niedrig, teilte Suez mit. Das Geld von Veolia würde frühestens im Mai 2022 fließen und dem Wert, den Suez schon mit der Jahresbilanz 2020 und dem Ausblick auf 2021 gezeigt habe, nicht gerecht. Zudem müssten sich die Suez-Mitarbeiter Sorgen um ihren Job machen, Aktionäre hätten nicht ausreichend Informationen erhalten, um über das Kaufangebot entscheiden zu können. Der Verwaltungsrat strebe Verhandlungen über die Offerte an, teilte Suez weiter mit.

MBI/DJN/map/26.2.2021

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Unternehmen

2020: Engie schreibt nach Wertberichtigung Verlust
Engie ist 2020 in die Verlustzone gerutscht, rechnet aber mit einer deutlichen Ergebnissteigerung im laufenden Jahr.

Quelle: MBI Infosource

Der französische Energieversorger Engie buchte nach hohen Wertminderungen und Änderungen im Preisszenario für Atomkraftwerke einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 1 Milliarde Euro erzielt worden war. Der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn lag bei 1,7 Milliarden Euro.

Der Umsatz sank organisch um 5,7 Prozent auf 55,75 Milliarden Euro, ursächlich dafür waren überwiegend die Folgen der Coronavirus-Pandemie, so das Unternehmen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 9,27 nach 10,37 Milliarden Euro im Vorjahr.

Mit Blick nach vorn erklärte Engie, dass sich die geschäftliche Leistung unter der Annahme einer allmählichen Lockerung der Beschränkungen im Jahr 2021 deutlich verbessern sollte. Erwartet wird ein bereinigter Nettogewinn zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro.

Das Unternehmen will eine Dividende von 53 Cent je Aktie vorschlagen entsprechend einer Ausschüttungsquote von 75 Prozent. Am 18. Mai will Engie eine neue Mittelfristprognose vorlegen.

MBI/DJN/map/26.2.2021

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Unternehmen

Energiekonzern Iberdrola steigert Gewinn
Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat im vergangenen Jahr trotz der Covid-19-Pandemie mehr verdient.

Quelle: MBI Infosource

Auch für das laufende Jahr rechnen die Spanier mit einem Gewinnplus. Die Aktionäre sollen nun eine höhere Dividende als im Vorjahr bekommen. Iberdrola erhöhte den Umsatz um 9 Prozent auf 33,15 Milliarden, das Nettoergebnis legte auf 3,61 von 3,47 Milliarden Euro zu.

Für 2021 stellt Iberdrola einen Nettogewinn zwischen 3,7 und 3,8 Milliarden Euro in Aussicht. Bei der Dividende will Iberdrola 0,42 Euro je Anteilsschein ausschütten, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr.

MBI/DJN/map/24.2.2021

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Unternehmen

Österreich: OMV und Kommunalkredit investieren in Produktion von grünem Wasserstoff
OMV und Kommunalkredit Austria investieren zusammen in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs.

Quelle: MBI Infosource

Diese soll in der OMV-Raffinerie in Wien-Schwechat angesiedelt werden. Die Investitionssumme liege bei rund 25 Millionen Euro und werde jeweils zur Hälfte von OMV und Kommunalkredit, einer Spezialbank für Infrastruktur- und Energiefinanzierungen, getragen. Die Anlage soll im zweiten Halbjahr 2023 in Betrieb gehen.

Jährlich sollen in der Anlage, einer 10 MW PEM (Polymer-Electrolyt-Membrane) Elektrolyse, bis zu 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Dieser soll zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen verwendet werden, daraus versprechen sich die Unternehmen eine Einsparung von bis zu 15.000 Tonnen fossilen CO2-Emissionen. Dies ermögliche bei Nutzung von grünem Wasserstoff mehr als 17 Millionen gefahrene Bus- oder Lkw-Kilometer pro Jahr ohne CO2-Emissionen.

MBI/DJN/map/15.2.2021

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Unternehmen

Machbarkeitsstudie: Uniper prüft Herstellung von grünem Wasserstoff in Rotterdam
Der Energieversorger Uniper will nahe seines niederländischen Steinkohlekraftwerks Maasvlakte in Rotterdam die Produktion von EE-Wasserstoff erproben.

Quelle: MBI Infosource

Dazu plant das Düsseldorfer MDAX-Unternehmen zusammen mit dem Hafenbetrieb Rotterdam bis zum Sommer eine Machbarkeitsstudie. Uniper strebt nach eigenen Angaben an, 2025 eine Wasserstoffanlage mit einer Kapazität von 100 Megawatt auf seinem Gelände zu bauen und deren Kapazität auf bis zu 500 Megawatt zu erweitern.

"Unser Standort auf der Maasvlakte ist perfekt dazu geeignet, grünen Wasserstoff im großen Maßstab herzustellen", sagte Uniper-Chef Andreas Schierenbeck. "Hier kommt alles zusammen: große Mengen an erneuerbarer Energie, die erforderliche Infrastruktur sowie Kunden aus der Industrie." Grüner Wasserstoff wird hergestellt, indem Wasser per Elektrolyse mit Hilfe erneuerbarer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird.

Das Projekt habe sich kürzlich für das IPCEI-Programm (Important Projects of Common European Interest) der EU vorqualifiziert, teilte der Konzern mit. In den kommenden Monaten sollen sowohl die technischen Dimensionen als auch Absatzmärkte von Rotterdam bis nach - auf lange Sicht - Nordrhein-Westfalen evaluiert werden. Schließlich will das Unternehmen die Möglichkeiten für Import, Speicherung und Export auf der Maasvlakte prüfen.

Unipers Steinkohle-Biomasse-Kraftwerk Maasvlakte mit 1.000 Megawatt Leistung soll nach Plänen der niederländischen Regierung bis 2030 vom Netz gehen. Als in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass RWE die Niederlande vor einem internationalen Schiedsgericht wegen des Kohleausstiegs verklagt, betonte ein Uniper-Sprecher, mit dem niederländischen Staat in "konstruktiven Diskussionen" zu der Anlage zu sein.

MBI/DJN/map/8.2.2021

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Unternehmen

Geschäftsbericht 2020: Ørsted erwirtschaftet starke Zahlen
Ørsted hat 2020 ein starkes Ergebnis erzielt, sowohl operativ als auch finanziell. Trotz der Herausforderungen durch COVID-19.

Pressemeldung Ørsted

Das Betriebsergebnis (EBITDA) belief sich auf 18,1 Mrd. DKK, ein Anstieg um 4 % im Vergleich zum Vorjahr und über der letzten Prognose von 16-17 Mrd. DKK. Die Erträge aus den in Betrieb befindlichen Offshore- und Onshore-Windparks stiegen um 14 % auf 16,9 Mrd. DKK. Darüber hinaus wurde die Entwicklung im Jahresvergleich durch den Abschluss von CfDs und höhere Windgeschwindigkeiten positiv beeinflusst. Der Anteil der Wärme- und Stromerzeugung aus Erneuerbaren stieg weiter an und erreichte im Jahr 2020 ein Allzeithoch von 90 Prozent.

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Personalien

Neuer Geschäftsführer bei STEAG Fernwärme
Matthias Ohl ist ab 1. Januar 2021 zum technischen Geschäftsführer bestellt

Pressemeldung Steag Fernwärme

Neuer technischer Geschäftsführer der STEAG Fernwärme GmbH, eine in Essen ansässige Tochtergesellschaft des Energieunternehmens STEAG, ist seit dem 1. Januar 2021 der 40-jährige Wirtschaftsingenieur Matthias Ohl.

„Die STEAG Fernwärme ist bemerkenswert kundenorientiert aufgestellt – das ist ein optimaler Nährboden für neue Geschäftsmodelle“, erklärt Matthias Ohl seine Motivation, sich bei STEAG einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Vor seinem Wechsel nach Essen war Matthias Ohl fünf Jahre Leiter Erzeugung Strom & Fernwärme bei WSW Energie und Wasser AG in Wuppertal.

Bei STEAG Fernwärme tritt Matthias Ohl die Nachfolge von Markus Manderfeld, 57, an, der sich aus persönlichen Gründen entschieden hat, seinen noch bis Ende März 2021 laufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Energiewende weiter gestalten
„In meinen ersten zwei Wochen im neuen Job habe ich – wenn auch überwiegend digital – schon viele motivierte Kolleginnen und Kollegen bei der Fernwärme kennengelernt und fühle mich bei STEAG sehr freundlich aufgenommen“, schildert Matthias Ohl die Eindrücke seiner ersten beiden Arbeitswochen. Gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Michael Straus arbeitet Matthias Ohl nun daran, STEAG Fernwärme auch weiterhin erfolgreich durch die von den drei großen Leitthemen Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung bestimmte Transformation der Branche zu führen.

Dass dies gelingen wird, davon ist der neue technische Geschäftsführer fest überzeugt: „Wenn es um Fernwärme geht, dann ist STEAG ohne Frage eine der ersten Adressen in Deutschland.“ Wichtig werde sein, dass der Spagat gelinge zwischen einem stabilen Kerngeschäft einerseits sowie der Entwicklung und Einführung neuer Geschäftsmodelle und technischer Lösungen andererseits.

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Personalien

Kai-Uwe Weitz verlässt enercity
Nach mehr als vier Jahren scheidet Kai-Uwe Weitz zum 28. Februar 2021 aus dem Vorstand der enercity AG aus.

Pressemeldung Enercity

Der Aufsichtsrat von enercity und Weitz sind im Einvernehmen übereingekommen, seinen Vertrag als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor aufzulösen. Hierzu hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. Februar 2021 eine Aufhebungsvereinbarung beschlossen. Zum 1. Januar 2017 war Weitz in den Vorstand der enercity AG berufen worden und hatte kurze Zeit später auch das Amt des Arbeitsdirektors übernommen.

„Als Vorstand hat Kai-Uwe Weitz maßgeblich bei der erfolgreichen Entwicklung und Umsetzung des Strategieprogramms „enercity 4.0“ mitgewirkt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich ihm für die sehr gute Zusammenarbeit“, sagte Dr. Axel von der Ohe, Vorsitzender des Aufsichtsrats der enercity AG.

Bis zur Berufung eines neuen Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat übernehmen die Vorstandsvorsitzende Dr. Susanna Zapreva und Vorstandsmitglied Prof. Dr. Marc Hansmann die Leitung der Bereiche von Weitz.

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Personalien

Wechsel im Vorstand der Lechwerke AG (LEW)
Nach mehr als neun erfolgreichen Jahren wird Norbert Schürmann Ende Mai plangemäß aus dem Vorstand der Lechwerke AG ausscheiden.

Quelle: Pressemeldung LEW

Seine Aufgaben übernimmt ab 1. Juni 2021 Dr. Dietrich Gemmel. Dies wurde vom Aufsichtsrat der Lechwerke AG beschlossen. Gemmel bringt langjährige Erfahrung in der Energiebranche mit. So verantwortete er unter anderem das Privatkundengeschäft bei innogy und hat den Energieanbieter eprimo aufgebaut und über neun Jahre geleitet. Davor war Gemmel in mehreren Führungspositionen in der Telekommunikationsbranche tätig.

Dr. Dietrich Gemmel führt die LEW-Gruppe künftig gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dr. Markus Litpher.

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