Energiewissen strukturiert. Energiethemen – Energiearten – Energieanwendungen – Energieakteure

KW(K)K

 

 

Allgemeines zum Thema Kraft-Wärme (Kälte)-Kopplung

Wird in einer Anlage gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt, so spricht man von einer Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Meistens geschieht dies in Dampfkraftwerken durch die Auskopplung von Dampf bei der Erzeugung von Elektrizität. Dieser wird dann entweder kondensiert und zu Heizzwecken in Rohrsystemen den Verbrauchern zugeführt oder direkt als Prozessdampf in Industriebetrieben genutzt. Die Kraft-Wärme-Kopplung gilt als sehr umweltfreundliches Verfahren, da sie aufgrund ihres hohen Energieausnutzungsgrades geringe CO2 -Emissionen aufweist.

Die Kraft-Wärme (Kälte)-Kopplung ist eine Erweiterung der Kraft-Wärme-Kopplung: Die von einem Blockheizkraftwerk oder einer Thermischen Solaranlage erzeugte Wärme wird zum Betrieb einer Absorptionskältemaschine für die Klimatisierung verwendet. Dies kann ergänzend zur Wärmeerzeugung im Winter oder in warmen Ländern im Ganzjahresbetrieb erfolgen.

Obwohl die Absorptionskältemaschine hohe Zusatzausgaben verlangt (im Gegensatz zu einer Strom betriebenen Kompressionskältemaschine) und auf Grund der höheren Bauvolumina anlagentechnisch schwieriger zu integrieren ist, hat die KWKK ihre Vorteile. Im Sommer dient nicht nur die Warmwasser-Bereitung als Wärmesenke der KWK, sondern es kommt der Wärmebedarf für den Verdampfer der Absorptionskältemaschine dazu. Dadurch kann die Zahl der jährlichen Betriebsstunden der Anlage deutlich gesteigert und deren Wirtschaftlichkeit verbessert werden.